Staatssekretär Bretschneider zur Abproduktenhalde Terpe: „Gefährliche Hinterlassenschaft in der Lausitz saniert."

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider war am 5. November 2008 zu Gast bei der LMBV-Veranstaltung zum erfolgreichen Abschluss der Sanierung der Halde Terpe bei Spremberg.

Potsdam/Terpe. Die Bodensanierung der Deponie des ehemaligen Gaskombinates Schwarze Pumpe kostete 72 Millionen Euro. „Die ehemalige Deponie Terpe war eine der gefährlichsten Hinterlassenschaften der Gasherstellung der DDR. Boden und Grundwasser waren verseucht. Die langwierige Sanierung konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden", sagte Rainer Bretschneider. Alle Beteiligten hätten Erfahrungen gesammelt und Know-how entwickelt, das mittlerweile auch international gefragt sei. „Die Anwohner und umliegenden Anlieger sind nun von Geruchsbelästigungen und Gesundheitsgefährdungen befreit", so Bretschneider.

Auf der ehemaligen Deponie Terpe wurden unsachgemäß gelagert und nicht zum Grundwasser abgesichert, 340.000 Tonnen Teeröl-Feststoffe des Gaskombinates Schwarze Pumpe gelagert. Von der Deponie ging eine starke Geruchsbelästigung und Gesundheitsgefährdung aus. Seit 1993 wurden diese Stoffe entsorgt und verwertet und die Deponie saniert. Die Bodensanierung konnte nun abgeschlossen werden. Sie kostete insgesamt 72 Millionen Euro. Die Grundwassersanierung muss jedoch bis ca. 2030 fortgesetzt werden, um die komplette Sanierung des Grundwassers zu gewährleisten.

Die Finanzierungsgrundlage für die Braunkohlesanierung sind Verwaltungsabkommen zwischen den ostdeutschen Ländern (außer Mecklenburg-Vorpommern) und dem Bund. Sie beinhalten die bergrechtliche Grundsanierung, Möglichkeiten zur Abwehr nachteiliger Folgen des Grundwasseranstiegs und die Folgennutzung der ehemaligen Tagebaue. Das geltende IV. Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung läuft in der Förderperiode 2008 bis 2012 mit einem Finanzvolumen von rund 1 Milliarde Euro. Auf das Land Brandenburg entfallen rund 480 Millionen Euro Fördervolumen, bei einem Brandenburgischen Finanzbeitrag von rund 180 Millionen Euro. Projektträgerin für diese Maßnahmen ist die LMBV mit Sitz in Senftenberg.

Bearbeitete Wiedergabe der Pressemitteilung Nr: 243/2008 des MIR vom 05.11.2008

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