Konstruktiv für gemeinsame Ziele - Neujahrsempfang der LMBV-Geschäftsführung 2009 in Senftenberg

Senftenberg. Am 20. Januar 2009 hatte die Geschäftsführung der LMBV zu ihrem – diesmal im Lausitzer Revier stattfindenden – schon traditionellen Neujahrsempfang geladen. Im erstmals wieder nutzbar gemachten Barbara-Saal der Firma GMB am Sitz der LMBV konnte der Vorsitzende der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu, mehr als 160 Gäste persönlich begrüßen. Im Haydn-Jahr eröffneten junge Klarinettenbläser der Musikschule Oberspreewald-Lausitz die Veranstaltung mit dem „Choral St. Anthony” von Joseph Haydn.

Als Ehrengast konnte Staatssekretär Rainer Bretschneider vom Ministerium für Infrastruktur des Landes Brandenburg begrüßt werden. Der LMBV-Chef konnte eine Vielzahl von Behördenvertretern, darunter die Vizepräsidentin der Landesdirektion Dresden Braun-Dettmer, begrüßen. Zu den Gästen zählten auch zahlreiche Vertreter der auftragnehmenden Sanierungsfirmen. Ganz dominierend war aber die Präsenz von über zwanzig Ober- und Bürgermeistern aus beiden Revieren. Dazu gehörten unter anderem der Oberbürgermeister von Görlitz, aber auch die Bürgermeister von Großräschen bis Zwenkau. In seiner Begrüßung nahm Dr. Kuyumcu darauf Bezug und informierte über eine Fülle von Projekten, die mit, bei oder in der Nähe all dieser Kommunen in 2009 beginnen bzw. fortgesetzt werden.

Dazu gehört die Stabilisierung der Innenkippe Schlabendorf-Süd sowie der Kippenmassive Greifenhain mittels Rütteldruckverdichtung, die im Jahr 2009 intensiv fortgesetzt werde. Die LMBV wird die Sanierung der Becken 4 und 6 in Zerre beginnen und das Restloch Burghammer mit mobilen Bekalkungsanlagen behandeln. Im öffentlichen Fokus stehen revierübergreifend auch die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg. Besonders unterstrich er die Vorhaben für den Raum Spreetal, Hosena und das Senftenberger Stadt- und Gewerbegebiet. Die LMBV hofft auf eine weiterhin kooperative Zusammenarbeit auch unter komplizierten Rahmenbedingungen sowohl mit den Betroffenen als auch den Kommunen. Abgeschlossen werden soll 2009 beispielsweise die Sanierung der Fundamente des Schlosses Altdöbern.  Die Umverlegung der Straße L60 auf 2,8 Kilometern Länge im Bereich des Bergheider Sees wird weitergeführt und in 2009 abgeschlossen. Ab dem II. Quartal 2009 wird der 2. Bauabschnitt über ca. 4,4 Kilometer zur Schaffung der Ortsverbindung zwischen Klettwitz und Kostebrau gebaut sowie die Tieflagen im angrenzenden östlichen und nördlichen Grenzschlauch grundwasserfern geschlossen. In unmittelbarer Nachbarschaft der Restlöcher 28/29 entsteht in Schwarzheide 2009 der SeeCampus als komplexes Bildungszentrum in der Südbrandenburger Region. In der Grundsanierung wird der Kippenboden mittels Rüttelstopfverdichtung sowie Fallgewichtsverdichtung gesichert und zeitnah zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards über § 4-Finanzierung der Baugrund hergestellt.

Highlights werden auch die Baumaßnahmen zur Schleuse und zum Tunnel des Überleiters 12 in Brandenburg bis 2011 sowie der Baubeginn für den Überleiter 11 sein. Parallel zum Überleiter 12 werden am zukünftigen Überleiter 6 eine Schleuse und die etwa 80 Meter lange Brücke über den Überleiter errichtet. Diese Maßnahme ist § 2-kofinanziert. Dazu zählen auch die Errichtung der Schleusenbauwerke vom Störmthaler zum Markkleeberger See sowie der Hochbau für das Projekt Vineta und der Strand- und Wegeausbau im Bereich Auenhain. Weiterhin wurde auch die Baumaßnahmen zur Schleuse und zum Tunnel des Überleiters 12 zwischen dem Senftenberger und Geierswalder See erwähnt. Die Fertigstellung des Berzdorfer Sees rückt näher heran: in diesem Jahr wird die LMBV vor allem das Auslaufbauwerk errichtet haben. Auch die Schließung einiger Lücken im Rundwegnetz um den Berzdorfer See steht im Plan. Um die Fortsetzung und den Abschluss der maritim-touristischen Erschließung mit Wegen, Parkplätzen und Medienzuführungen dreht es sich am Bärwalder See. In Sachsen-Anhalt geht es beispielsweise um die Fortsetzung der Flutung der Seen und die Fertigstellung der Einlauf- und Auslaufbauwerke zur Geisel. Wichtig ist 2009 auch der Abschluss der Böschungssanierung im Tagebau Zwenkau.

Staatssekretär Bretschneider würdigte in seinem Redebeitrag die bisherigen guten Ergebnisse der Braunkohlesanierung und die effiziente Arbeit der LMBV. Damit sind neue attraktive Landschaften entstanden und müssen weiterhin entstehen. Dies sollte in diesem Tempo fortgesetzt werden. Daher sprach sich Staatssekretär Bretschneider für ein Folgeabkommen zur Braunkohlesanierung aus und zeigte sich zuversichtlich, auch den Bund davon überzeugen zu können. Das Konjunkturprogramm des Bundes und des Landes wird auch für die Kommunen im Revier neue Chancen eröffnen. Alle sind daher gefordert, die zusätzlich zu Verfügung stehen Mittel sinnvoll einzusetzen, unter anderem auch in Verbindung mit den Bergbaufolgelandschaften. Staatssekretär Bretschneider versicherte den Gästen das weitere Engagement des Landes Brandenburg für die Belange der Braunkohlesanierung und sah für die kommenden Herausforderungen weiter viel „Land in Sicht“.

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