Flutungsstand bei den Schlabendorfer und Seeser Bergbaufolgeseen

Senftenberg. Die Schneeschmelze und damit gute Dargebotssituation auch in den Lausitzer Vorflutern hat jedoch keinen Einfluss auf die nördlichen Bergbaufolgeseen in Brandenburg (Bischdorfer; Kahnsdorfer; Schlabendorfer, Drehnaer, Schönfelder, Lichtenauer, Altdöberner See). Hintergrund ist Folgendes: Der Bischdorfer See ist bereits bis fast an seinen Endwasserstand „angefahren“. Die Fremdwasserflutung wurde im November des Jahres 2000 aufgenommen. Momentan liegt der Wasserspiegel auf einem Niveau von 56,71 m NHN (Stand Erhebung v. 04.03.2009). Gegenüber dem Stand vom 31.12.2008 ist dies ein weiterer Anstieg von rund 91 Zentimetern. Der künftige Endwasserstand ist bei 57,30 m NHN geplant. Jedoch vor der weiteren Auffüllung ist es noch notwendig und geplant, mit einem Schwimmbagger auf der Kippenseite vorgelagerte Bereiche aufzunehmen und damit abzuflachen. Beim Kahnsdorfer See ist noch keine aktive Flutung aufgenommen. Hier ist ein Überlauf vom Bischdorfer See geplant. Der Ist-Wasserstand liegt bei 52,7 m NHN.

In den Schlabendorfer Feldern auf der westlichen Seite der BAB 13 sind noch weitere großräumige Sanierungsaufgaben durch die LMBV zu erledigen, insbesondere weitere Verdichtungsarbeiten der locker gelagerten Kippenbereiche. Daher finden dort zurzeit keine Flutungsaktivitäten statt. Der Lichtenauer See wird bei rund 53,22 m NHN gehalten, der Schönfelder See bei 53,11 m NHN. Der Drehnaer See, das vormalige Restloch 12, liegt relativ konstant auf dem Niveau von 70,31 m NHN. Der Schlabendorfer See (Restlöcher 14/15) liegt momentan auf 56,88 m NHN, sein Wasserstand soll langfristig noch dreieinhalb Meter ansteigen und im Endstadium ca.  2010 rund bei 60,30 m NHN liegen. Beim Altdöberner See wurde in Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden und den Kommunen seit dem Frühjahr 2007 die Flutung ausgesetzt. Dies hatte seine Gründe sowohl in der vorrangigen Befüllung des Ilse-Sees (Restloch des ehemaligen Tagebau Meuro) aus geotechnischer Veranlassung als auch den noch umfassenden Kippensicherungsmaßnahmen am ehemaligen Tagebau Greifenhain, die bei dem jetzigen Wasserstand von 64,37 m NHN günstiger zu erledigen sind.

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