Umbau des Connewitzer Wehres beginnt - Schlüsselprojekt für Gewässertourismus im Leipziger Neuseenland wird umgesetzt

Leipzig. Das Connewitzer Wehr liegt ca. 400 m südlich des „Schleußiger Weges“ im Landschaftsschutzgebiet „Leipziger Auwald“. Es staut die Pleiße im Hauptschluss zwischen dem AGRA-Wehr (Pleiße) und dem Palmengartenwehr im Stadtgebiet Leipzig (Weiße Elster). Gemäß wasserrechtlicher Nutzungsgenehmigung dient das Connewitzer Wehr seit 1980 der Sicherung des Zuflusses zum Pleißemühlgraben.

Die Herstellung der ökologischen und wassertouristischen Durchgängigkeit am Connewitzer Wehr ist ein wesentlicher Bestandteil des wassertouristischen Nutzungskonzeptes der Region Leipzig. Mit dem Bau einer Schleuse wird die Verbindung zwischen den bereits vorhandenen Routen im Stadtgebiet Leipzig und den neuen Seen der Bergbaufolgelandschaft im Südraum Leipzig vorbereitet. Mit einer integrierten Fischaufstiegsanlage wird auch die ökologische Durchgängigkeit der Pleiße am Wehr Connewitz hergestellt.

Ein bauvorbereitendes Erfordernis der Umbaumaßnahme Connewitzer Wehr  bilden so genannte Gründungsbohrungen, die am 23. März 2009 beginnen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Wasserführung der Pleiße dies erlaubt. Der bereits für Ende 2008 avisierte Termin für diese Arbeiten konnte wegen Frost, Eis und erhöhter Wasserführung in der Pleiße nicht realisiert werden.
Entsprechend den in der Ausführungsplanung festgelegten Bauwerksgrenzen ist eine ergänzende Baugrunduntersuchung erforderlich. Dies soll durch drei bis zu 20 Meter tief gehende Trockenbohrungen von einem Ponton auf der Pleiße und durch Teufen von vier Drucksondierungen an der linken Uferseite realisiert werden. Die hieraus gewonnenen Ergebnisse werden in der Bauausführung umgesetzt.

Mit einem symbolischen 1. Spatenstich im Mai 2009 sollen dann die eigentlichen Bauarbeiten zur Errichtung einer Bootsschleuse mit Vorhäfen, Wehrfeld und Fischaufstiegsanlage beginnen. Im Frühjahr 2010 soll die Baumaßnahme abge-schlossen werden.

Mit der Gewässerherstellung der Pleiße, dem Brückenneubau an der S 46 im Zusammenhang mit der Anbindung des Cospudener Sees an den Floßgraben und dem Ersatzneubau der Brücke Probsteisteg ist dann die erste mit dem LeipzigBoot nutzbare Verbindung zwischen der Stadt Leipzig und dem Bergbaufolgesee Cospuden hergestellt.

Das Errichten des Schleusenbauwerkes am  Connewitzer Wehr erfolgt  im  Rahmen §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung  (Erhöhung Folgenutzungsstandard) und wird zu 100 Prozent durch den Freistaat Sachsen finanziert. Zudem wird das Vorhaben von Beginn an durch die unter Leitung des Präsidenten der Landesdirektion Leipzig arbeitenden regionalen Steuerungsgruppe Gewässerverbund begleitet und unterstützt. Bauherr der Maßnahme ist die Stadt Leipzig, Projektträgerin ist die LMBV. Das Bauvorhaben befindet sich derzeit in der öffentlichen Ausschreibung.

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