Oberer Landgraben wird im Auftrag der LMBV ertüchtigt – Wichtiges Wasserbauvorhaben zur Flutung der Bergbaufolgeseen

Senftenberg. Der Obere Landgraben (Nähe B 156) wird seit dem 1.April 2009 im Auftrag der LMBV ertüchtigt. Der Graben ist insgesamt 8.950 Meter lang. Mit einer geplanten Durchlass-Kapazität von 2,5 m³/s soll der Graben künftig helfen, Wasser aus der Spree bis in den Sedlitzer See und von dort weiter in den Ilse-See leiten zu können.

Beim Ausbau werden voraussichtlich 103.000 m³ Erdmassen im Los 1ausgehoben, wovon ca. 25.000 m³ an anderen Stellen wieder eingebaut werden. Im Los 2 sind insgesamt 69.000 m³ zu bewegen, wobei hiervon 22.000 m³ wieder eingebaut werden können. In der Summe sind es 172.000 m³ bewegte Massen, wovon 47.000 m³ wieder eingebaut werden – das entspricht ca. 344.000 Tonnen Aushubmassen, mit einem größeren LKW sind dies ca. 17.000 Fuhren, die notwendig werden.

Das Gerinne des Grabens wird komplett mit Bentonitmatten abgedichtet. Dabei werden insgesamt 133.000 m² Bentonitmatten eingebaut. Diese werden mit einer 40 cm dicken Schutzschicht aus Kies/Sand sowie darauf 20 cm Schotter abgedeckt. Dies entspricht insgesamt 82.000 m³ Material, welches angefahren und eingebaut werden muss. Es sind dazu ca. 180.000 Tonnen – ca. 9.000 große LKW-Ladungen zu bewegen. Zwischen den Schichten werden 150.000 m² Trennvlies verlegt.

Insgesamt werden acht Bauwerke neu errichtet. Diese werden als Rahmenprofile mit den lichten Abmessungen 1,75 x 1,90 m versetzt. Insgesamt werden 190 Meter dieser Rahmenkanäle gebaut. Parallel zum Graben wird nahezu komplett durchgängig ein Begleitweg errichtet. Anschließend erfolgte eine Begrünung. Insgesamt muss Rasen auf 140.000 m² angesät werden.

Die Hauptbauleistungen werden bis Dezember 2009 erfolgen, die begleitenden Arbeiten werden bis März 2010 abgeschlossen sein.

Den derzeitigen Graben queren verschiedene Medienleitungen der verschiedensten Betreiber den Graben (Strom, Gas und Wasser). Diese müssen teilweise um- und tiefer gelegt werden.

Parallel zum Bau erfolgt eine archäologische Baubegleitung. Bereits drei Monate vor Baubeginn begannen archäologische Voruntersuchungen, welche derzeit noch fortgesetzt werden.

Vor Baubeginn erfolgte eine Grundvermessung des gesamten Baubereiches. Daraus wurde ein digitales Geländemodell berechnet. Im Zuge der verschiedensten Bauabschnitte werden diese ebenfalls wieder vermessen und daraus wiederum digitale Geländemodelle berechnet. Durch die Verschneidung der Modelle erhalten die Ingenieure genaue Massenbilanzen, die dann die Grundlage der Abrechnungen bilden können.

Druckfähige Fotos zum Bauvorhaben finden Sie in ausreichender Größe in der Fotogalerie der LMBV-Homepage.

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