Umbau des Connewitzer Wehres startet am 15. Mai um 15:30 Uhr - Schlüsselprojekt für Gewässertourismus im Neuseenland wird umgesetzt

Leipzig. Das Connewitzer Wehr liegt ca. 400 Meter südlich des „Schleußiger Weges“ im Landschaftsschutzgebiet „Leipziger Auwald“. Es staut die Pleiße im Hauptschluss zwischen dem AGRA-Wehr (Pleiße) und dem Palmengartenwehr im Stadtgebiet Leipzig (Weiße Elster). Gemäß wasserrechtlicher Nutzungsge-nehmigung dient das Connewitzer Wehr seit 1980 der Sicherung des Zuflusses zum Pleißemühlgraben.

Die Herstellung der ökologischen und wassertouristischen Durchgängigkeit am Connewitzer Wehr ist ein wesentlicher Bestandteil des wassertouristischen Nutzungskonzeptes der Region Leipzig. Mit dem Bau einer Schleuse wird die Verbindung zwischen den bereits vorhandenen Routen im Stadtgebiet Leipzig und den neuen Seen der Bergbaufolgelandschaft im Südraum Leipzig vorberei-tet. Mit einer integrierten Fischaufstiegsanlage wird auch die ökologische Durchgängigkeit der Pleiße am Wehr Connewitz hergestellt. Ein bauvorbereitendes Erfordernis der Umbaumaßnahme Connewitzer Wehr  waren so genannte Gründungsbohrungen, die bereits in den Monaten März und April realisiert worden. Entsprechend den in der Ausführungsplanung festgelegten Bauwerksgrenzen war eine ergänzende Baugrunduntersuchung erforderlich. Diese wurde durch drei bis zu 20 Meter tief gehende Trockenboh-rungen von einem Ponton auf der Pleiße und durch Teufen von vier Druckson-dierungen an der linken Uferseite realisiert werden. Die hieraus gewonnenen Ergebnisse werden fachtechnisch bewertet, geprüft und in der Bauausführung umgesetzt.

Im Beisein von Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, werden mit einem symbolischen 1. Spatenstich (Baggerbiss) am 15. Mai 2009 die Bauarbeiten zur Errichtung einer Bootsschleuse mit Vorhäfen, Wehrfeld und Fischaufstiegsanlage beginnen. Im Frühjahr 2010 soll die Baumaßnahme abgeschlossen werden.

Mit der Herstellung der ökologischen und touristischen Durchlässigkeit am Connewitzer Pleißewehr durch ein Schleusenbauwerk, dem Brückenneubau an der S 46 im Zusammenhang mit der Anbindung des Cospude-ner Sees an den Floßgraben und dem Ersatzneubau der Brücke Probsteisteg ist dann die erste mit dem LeipzigBoot nutzbare Verbindung zwischen der Stadt Leipzig und dem Bergbaufolgesee Cospuden hergestellt. Das Errichten des Schleusenbauwerkes am  Connewitzer Wehr erfolgt  im  Rahmen § 4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung  (Erhöhung Folge-nutzungsstandard) und wird zu 100 Prozent durch den Freistaat Sachsen fi-nanziert. Zudem wird das Vorhaben von Beginn an durch die unter Leitung des Präsidenten der Landesdirektion Leipzig arbeitende regionalen Steuerungs-gruppe Gewässerverbund Region Leipzig begleitet und unterstützt. Bauherr der Maßnahme ist die Stadt Leipzig, Projektträgerin ist die LMBV. Das Bauvorhaben wird von der Firma Otto Heil GmbH & Co. KG, Taucha, realisiert.

Zum 1. Spatenstich am Freitag, dem 15. Mai 2009, um 15:30 Uhr, laden wir Sie als Medienvertreter herzlich an das Westufer des Connewitzer Wehres ein. Zugang möglich von Richard-Lehmann-Straße über Brücke Probsteisteg oder vom Schleußiger Weg über den Weg auf dem Hochwasserschutzdeich am Westufer der Pleiße bzw. die We-ge durch den Auenwald)

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