7. Besuchertage im Lausitzer Seenland zusammen mit LMBV erfolgreich organisiert – Braunkohlesanierung in der Lausitz von Politikern gelobt

Senftenberg/Altdöbern. Die diesjährigen Besuchertage im Lausitzer Seenland am künftigen Altdöberner See (Oberspreewald-Lausitz) waren am dritten Juni-Wochenende ein großer Erfolg. Bei den Besuchertagen haben die Amtsverwaltung sowie Partner wie der Bergbausanierungsträger LMBV Fortschritte bei der Umgestaltung des früheren Braunkohletagebaus vielen hunderten Interesssierten zeigen können. Am Samstag wurde ein neuer Informations-Rundweg um den in einem Tagebaurestloch neu entstehenden Altdöberner See eröffnet, der auch die Veränderungen des Ortes durch den Bergbau dokumentiert. An beiden Tagen in Altdöbern sowie am Festplatz in Seeufernähe wurde ein großes Volksfest mit Musik, Rundfahrten und Hubschrauberflügen organisiert. Im Schlosspark konnten sich die Besucher an einem Serenadenkonzert erfreuen. Auch für die kulinarische Versorgung war gut gesorgt. Es gab auch geführte Wanderungen zum Dorf Pritzen am anderen Seeufer, das Ende der 1980er Jahre beinahe den Kohlebaggern weichen musste. Die brandenburgische Kulturministerin Wanka wies anlässlich der Eröffnung auf die kulturellen Potenziale des im entstehenden Lausitzer Seenlandes hin. Insbesondere kulturinteressierte Besucher aus dem Großraum Berlin und Potsdam kommen gern immer wieder in die Lausitz, wenn die Angebote stimmig sind. Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider hatte in seinem Grußwort die laufende Braunkohlesanierung in der Lausitz als erfolgreich bezeichnet. Der Strukturwandel dort gelinge, sagte Bretschneider laut einer Mitteilung seines Ministeriums zur Eröffnung der 7. Besuchertage Lausitzer Seenland am Samstag. Die Region habe sich durch Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro im Laufe der Jahre zum Positiven verändert. Bretschneider verwies darauf, dass u. a. das mit dem bisher 3,4 Millionen Euro gesicherte Barockschloss von Altdöbern auch alte Bauten von dem Strukturwandel profitierten.

Dr. Mahmut Kuyumcu, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV, freute sich in seinem Grußwort zu den Besuchertagen, „dass aus dem einstigen „Tag der offenen Tür im Tagebau“ in den neunziger Jahren sowie dem darauf folgenden „Tag der Sanierung“, inzwischen eine kraftvolle Tradition entstanden ist, einmal im Jahr den großartigen Wandel im Revier gemeinsam auf sich wirken zu lassen. Eine Tradition in neuer Qualität, die dem Wandel hier im Revier durch rege Bürgerbeteiligung einen besonderen Impuls verleiht, eine Tradition, die wir vor allem den ausrichtenden Kommunen und Zweckverbänden verdanken.“ Er nutzte sein Grußwort dazu, kurze Informationen zum und um den Altdöberner See zu geben. Dabei führte er aus, dass „die LMBV die langzeitsichere Gestaltung der Kippenböschungen planmäßig sowie in hohem Tempo fortsetzt und diese voraussichtlich 2012 abschließen wird. Nach Abschluss der Verdichtungsarbeiten auf insgesamt 22 Millionen Kubikmeter Bodenmassen werden wir die Uferbereiche gegen Wellenschlag und -erosion ertüchtigen. Ab Ende des nächsten Jahres wird die LMBV auch Spreewasser über den Gräbendorfer See in den Altdöberner See einleiten, so dass die Seenmacher von der LMBV den Altdöberner See planmäßig in 2017 fertig stellen werden. Die Seewasserqualität  ist bereits heute sehr gut und wird auch so bleiben. So, wie im Gräbendorfer See, der vor zwei Jahren fertig gestellt wurde und in dem sich bereits schon heute 16 Fischarten vermehren. Der einzigartige Landschaftswandel, der sich im Revier vollzieht, ist wegen dem vielerorts sehr fortgeschrittenem Sanierungsstadium nur noch an wenigen Stellen wie hier in Altdöbern zu erleben. Genießen Sie deshalb heute ganz besonders den „Weg des Wandels“, den die LMBV unterstützt hat.“ Der LMBV-Chef informierte auch darüber, dass die Planungen zum Schutz von Häusern in Altdöbern und Umgebung vor Vernässungen in Folge des Grundwasserwiederanstiegs dank der kooperativen Zusammenarbeit aller Beteiligten gut vorankommen. “Unser Ziel ist und bleibt, die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig zu realisieren, d. h. bevor die Häuser mit Vernässungen konfrontiert werden. Besonders danken möchte ich dem Bürgermeister Bernstein, Amtsdirektor Höhl, dem Landkreis Oberspreewald Lausitz aber auch der Gemeinsamen Landesplanung unter Leitung von H.-O. Weymanns sowie allen zuständigen Behörden.“ Abschließend betonte der LMBV-Geschäftsführer, dass das Lausitzer Seenland bereits heute mit seinen zahlreichen attraktiven Besonderheiten eine überregionale Ausstrahlung entfaltet, zunehmend sogar mehr und mehr auch international. Seien es die Seen im unmittelbaren Seenland, oder seien es solche Kleinode wie Altdöberner See, mit seiner einzigartigen und sehr ansprechenden Ufergestalt, mit dem Schloss Altdöbern, künftig vielleicht auch mit dem Projekt „die geöffnete Hand“ aber auch mit dem sich sehr lebhaft entwickelnden Gräbendorfer See. Die LMBV ist als Projektträgerin froh und stolz darauf, an diesem großartigen Gemeinschaftsprojekt mitzuwirken. Dr. Kuyumcu nahm die Besuchertage zum Anlass, sich im Namen der LMBV bei allen Beteiligten insbesondere bei der Landesregierung Brandenburg und allen kommunalen Vertretungen zu bedanken für das hohe Vertrauen, das der Arbeit der LMBV entgegengebracht wird. Er dankte auch allen Organisatoren der diesjährigen Besuchertage, ebenso den fleißigen Mitarbeitern der LMBV.

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