Statement von Manfred Kolba, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, anlässlich der Eröffnung des 7. Erlebnistages am Berzdorfer See

Senftenberg/Görlitz. Am 27.06.20009 begrüßte Manfred Kolba, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, anlässlich der Eröffnung des 7. Erlebnistages am Berzdorfer See viele Ehrengäste. In seinem Statement führte er aus:„Sehr geehrter Herr Landrat Lange, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Paulick, sehr geehrter Herr Leitender Bergdirektor Sablotny vom Sächsischen Oberbergamt, sehr geehrte Gäste aus der Partnerstadt Zgorzelec, sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich sehr, Sie heute hier zum 7. Erlebnistag am entstehenden Berzdorfer See begrüßen zu können. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft trägt die Verantwortung für die Beseitigung von Gefährdungen und für die Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau beanspruchten Flächen des Braunkohlenbergbaus der ehemaligen DDR. Nach Beendigung des Kohleabbaues erfolgte zügig die Sanierung des Tagebaubereiches. Unter anderem wurden 172 Mio. Kubikmeter Massen bewegt, 60.000 Tonnen Material, wie Bandanlagen und Großgeräte, verschrottet sowie 1.000 ha Fläche rekultiviert. In Vorbereitung des Flutungsprozesses erfolgte die Profilierung und Gestaltung  einschließlich notwendiger Verbaumaßnahmen von ca. 15,5 km Böschungslänge. Mit Beginn der Flutung des ehemaligen Tagebaues im November 2002 über die Pließnitz sowie 2004 der Neiße wurden bisher 80 Prozent Flutungswasser eingeleitet. Um den Endstau von + 186,0 m NN zu erreichen, sind noch ca. 6,6 m Wasseranstieg notwendig. Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Flutungsprozess in wenigen Monaten abgeschlossen ist. Ohne Petrus vorgreifen zu wollen, wird das Flutungsziel 2010/11 erreicht sein.

Unabhängig davon werden wir die noch anstehenden Sanierungsmaßnahmen in den Folgejahren fortführen, u. a.

- Bau des Auslaufgrabens in die Lausitzer Neiße
- Ertüchtigung der Flutungsanlage und sukzessive Außerbetriebnahme der Filterbrunnen
- Wirtschaftwegebaumaßnahmen
- Umbau des Einlaufbauwerkes Pließnitz
- Planung und Bau der westlichen Wasserzuläufe
- Restabbruch der Tagesanlagen einschließlich Beräumung sowie
- Bewirtschaftung und Rekultivierungsmaßnahmen

Wie anderen Ortes gibt es auch am Berzdorfer See bereits eine gewollte und von der LMBV ermöglichte vielfältige Nutzung des sich im entstehen befindlichen Gewässers. Auf der Basis einer wasserrechtlichen Genehmigung wurde bereits 2007 eine kleine Anlegestelle mit Liegeplätzen für Sportboote hier bei Deutsch-Ossig errichtet.  An dieser Stelle sei es mir gestattet, mich recht herzlich bei den genehmigenden Behörden zu bedanken, die dies ermöglicht haben. Stellvertretend möchte ich das Sächsische Oberbergamt und die Landesdirektion Dresden nennen.Darüber hinaus wurden durch die Stadt Görlitz die gestalteten Flächen für Events mit bis zu 12.000 Besuchern genutzt. Auch die Vereinstätigkeiten der Zeitzeugen am Bagger 1452 und des Vereins Oberlausitzer Bergleute e.V. mit ihren Ausstellungen im Bahnhof Hagenwerder haben ein überregionales Ansehen gewonnen und ziehen viele Besucher an. Konform mit der Bergbausanierung ist es an der Zeit, den See hinsichtlich der touristischen Nutzung  weiter zu entwickeln. Dazu hat in den zurückliegenden Jahren der Freistaat Sachsen mehr als 3 Mio. € für Projekte, wie den Hafenbau und den Erhalt des Baggers 1452, eingesetzt. Der neue Aussichtsturm auf der Neuberzdorfer Höhe wurde im letzten Jahr  feierlich eingeweiht und hat sich in kurzer Zeit zum Besuchermagnet entwickelt. Für die weitere touristische Entwicklung in den Folgejahren ist die LMBV vom Freistaat Sachsen mit der Umsetzung weiterer Projekte beauftragt, u. a. Erschließungsmaßnahmen im Umfeld des Berzdorfer Sees. Dazu bedarf es aller Anstrengungen, um diese Maßnahmen gemeinsam zielorientiert und zeitnah umzusetzen. Ich wünsche dem 7. Erlebnistag hier am Berzdorfer See  einen erfolgreichen Verlauf, allen Beteiligten ein gutes Gelingen und den hier anwesenden Besuchern viel Spaß und Freude. Mit einem herzlichen Glück Auf!“

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