Ersatzneubau der Brücke Probsteisteg über die Pleiße startet

Weiterer Baustein für touristischen Gewässerverbund Leipziger Neuseenland

Leipzig. Für die Umsetzung des Projektes „Touristischer Gewässerverbund in der Region Leipzig“ ist die durchgängige Befahrbarkeit der Pleiße für muskelbetriebene Boote als auch für das LeipzigBoot eine Grundvoraussetzung zur Entwicklung eines wirtschaftlichen Wassertourismus. Derzeitig sind mit dem Bau der Schleusenanlage am Connewitzer Wehr und dem Bau der Brücke S46/Nordufer Cospudener See bereits zwei Schlüsselprojekte in Realisierung.

Die Brücke Probsteisteg überspannt die Pleiße etwa 170 Meter südlich des Connewitzer Wehres. Mit dem Ersatzneubau der Brücke Probsteisteg wird der Verkehr für Rad- und Forstfahrzeuge aber zukünftig auch eine ausreichende Durchfahrtshöhe unter der Brücke für die Boote gewährleistet.

Die Maßnahme umfasst den Rückbau der vorhandenen Stahlbetonbrücke, die Errichtung einer Behelfsbrücke für Medienleitungen während der Bauphase, den Neubau der 34,70 Meter langen Brücke (Einfeld-Stahlbetonverbundtragwerk) sowie Wegebau und landschaftspflegerische Arbeiten zur Uferbepflanzung an der Pleiße bzw. die Wiederherstellung beanspruchter Waldwege.

Dieser Ersatzneubau besitzt folgende Hauptabmessungen:

 

  • Lichte Weite: 30,00 Meter
  • Lichte Höhe: 2,00 Meter
  • Gesamtbreite: 4,80 Meter

 

Baubeginn für die Maßnahme ist der 3. August 2009. Voraussichtlich wird die Baumaßnahme Ende Februar 2010 abgeschlossen. Während der Bauzeit ist die Brücke Probsteisteg nicht befahrbar. Die Umleitungen und Absperrungen für den Fußgänger-, Rad- und Forstverkehr werden entsprechend gekennzeichnet. 

Das Errichten des Ersatzneubaus Brücke Probsteisteg erfolgt im Rahmen § 4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung (Erhöhung Folgenutzungsstandard) und wird zu 100 Prozent durch den Freistaat Sachsen finanziert. Der Gesamtumfang beläuft sich auf rund 560.000 Euro.

Vorhabensträger der Maßnahme ist das Kommunale Forum Südraum Leipzig, Projektträgerin ist die LMBV. Das Bauvorhaben wird von der Firma Lobisch Bau GmbH aus Süptitz realisiert.

 

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