Teer-Öl-Feststoff-Transporter hat Ladung in Burgneudorf verloren

Senftenberg/Spreetal. Ein Containerfahrzeug einer auftragnehmenden Firma, das Teer-Öl-Feststoffe (TÖF) aus der Sanierung und Beräumung des Beckens 5 der Teerdeponien bei Spreetal (Landkreis Bautzen) transportierte, hat heute Vormittag im Ortsteil Burgneudorf Ladung verloren. Dies geschah vermutlich durch eine geöffnete Ladungsheckklappe.

Dabei kam es auf rund 500 Metern der Straße in der Ortslage Burgneudorf zu Verunreinigungen durch TÖF. Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert. Die Straße in der Ortlage Burgneudorf wurde vorübergehend gesperrt.

Derzeit laufen Reinigungsarbeiten durch geeignete und zertifizierte Fachbetriebe. Begleitet werden diese Arbeiten vor Ort durch das Ingenieurbüro Espe und die Abteilung Umweltschutz der LMBV. Nach sofort eingeleiteten Messungen in  dem Ort sind bisher keine Umweltgefährdungen eingetreten. Die angelaufenen Bergungs- und Reinigungsarbeiten werden durch weitere Messungen begleitet.

Hintergrund: 

Auf einer Fläche von 4,5 Hektar der ehemaligen Absetzbecken 4, 5 und 6 in Spreetal OT Zerre wird im Auftrag des Projektträgers LMBV seit September 2009 an der Beseitigung der von den Teer-Öl-Feststoffen (TÖF) ausgehenden Gefährdungen für das Grundwasser und der anschließenden Herstellung einer forstwirtschaftlichen Nutzfläche entsprechend Abschlussbetriebsplan gearbeitet. Die wesentlichen Leistungen sollen bis zum 31. Juni 2010 von der Firma Heilit Umwelttechnik aus Chemnitz  umgesetzt werden. Die gesamte zurück zubauende Menge Teerölfeststoff beträgt 5.100 t  und 10.000 t Kohletrübe. Im September und Oktober wurde die Baufreiheit für die Baustelleneinrichtung geschaffen und das Becken 6 auf eine Höhe von 111,0 mNN  profiliert.

Der Rückbau der TÖF und Kohletrübe erfolgt von eigens errichteten temporären Dämmen mittels Hydraulikbagger. Alle Becken werden nach dem Rückbau mit einer ca. 1,5 Meter starken Rekultivierungsschicht abgedeckt und aufgeforstet. Die in den Becken eingelagerte Kohletrübe stammt aus dem Produktionsbetrieb des ehemaligen Gaskombinates Schwarze Pumpe und ist durch Kohleabrieb und anfallenden Kohlestaub aus dem Veredlungsprozess in die Becken mittels Druckleitungen in die Becken eingespült worden. Die darüber hinaus in den Becken 4 und 5 eingelagerten Teer-Öl-Feststoffe stammen aus der Rohgaswäsche des früheren Druckgaswerkes Schwarze Pumpe. Die Kohletrübe und der TÖF wird mit rund 15 Volumenprozent Braunkohlenfilterasche mittels einer Vertikalfräse an einem Langarmbagger konditioniert und transportfähig gemacht und zugelassenen Entsorgungsanlagen zur energetischen Entsorgung zugeführt.

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