LBGR: Untersuchungen in Lauchhammer-Ost werden mit Hochdruck fortgesetzt

Cottbus. Durch Erdbaumaßnahmen im Herbst des Jahres 2009 im Bereich des ehemaligen Tagebaus Lauchhammer III (Abbau 1898 - 1921) wurden Standsicherheitsprobleme bei einer Reihe von Wohngebäuden in Lauchhammer-Ost bekannt. Zur Bewertung der Sicherheit wurden Baugrund- und Standsicherheitsuntersuchungen notwendig.

In Abstimmung zwischen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Stadt Lauchhammer und dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) wurden Gutachten zur Geotechnik zum Baugrund und zur Gebäudestatik in Auftrag gegeben. Vom LBGR wurden vorsorglich Verhaltensmaßnahmen für das betroffene Gebiet und seine Bewohner angeordnet. Die Betroffenen und die Öffentlichkeit wurden regelmäßig zum Stand in der Sache informiert.
Der für Ende März / Anfang April 2010 angekündigte Maßnahmenkatalog, aus dem das weitere Vorgehen im Gefährdungsbereich abgeleitet werden soll, liegt dem LBGR derzeit noch nicht vor. Die lange Frostperiode behinderten die Untersuchungsarbeiten und die vorliegenden komplizierten geologischen und hydrologischen Verhältnisse im Untersuchungsgebiet führten zu einer erheblichen Ausweitung des Untersuchungsrahmens. Die sich daraus ergebenden Verzögerungen ließen sich nicht vermeiden. Die vom LBGR festgelegten Verhaltensmaßnahmen müssen zur Sicherheit der Bewohner somit leider Aufrecht erhalten bleiben. Darüber hinaus werden die Sicherheitsmaßnahmen für die Gebäudenutzungen noch untersetzt. Das geschieht in enger Abstimmung mit der Baubehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

Der Präsident des LBGR, Dr. Freytag und der Geschäftsführer der LMBV mbh, Dr. M. Kuyumcu forderten das Gutachterteam auf, mit Hochdruck weiter zu arbeiten, damit die Betroffenen und die Öffentlichkeit zeitnah zum weiteren Vorgehen informiert werden können. PM des LBGR vom 30.04.2010

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