LMBV baut vier Bootsanleger am künftigen Berzdorfer See

Senftenberg/Görlitz. Am Berzdorfer See, einem künftig rund 965 Hektar großen LMBV-Gewässer, hat der Bau von vier Bootsanlegestellen begonnen. Die baugleichen, 2,40 Meter breiten und 15 bis 40 Meter langen Anleger entstehen am Ostufer (Deutsch-Ossig), am Nordufer (Campingplatz), am südwestlichen Ufer und am Westufer (Buschbach) der noch in Flutung befindlichen Bergbaufolgesees. Durch die Projektträgerin LMBV wurde die Heilit Umwelttechnik GmbH aus Chemnitz mit der Bauausführung beauftragt.
Finanziert wird die Baumaßnahme durch den Freistaat Sachsen (90%) auf der Grundlage des Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung (§4 Erhöhung des Folgenutzungsstandards) und die drei Vorhabensträger Stadt Görlitz, Gemeinde Markersdorf und Gemeinde Schönau-Berzdorf (zu jeweils 10%). Die Fertigstellung der Anlegestellen ist bis Ende dieses Jahres geplant.

Die Baumaßnahme wird wie folgt umgesetzt: Es wird eine Zuwegung zum Uferweg gebaut und mit sandgeschlemmter Schotterdecke befestigt. In Uferbereich wird ein Betonwiderlager mit Kubatur von 12 m³ mit Bewehrung aus Betonstahl und wasserseitiger Lagekammer für den Schiffsanleger hergestellt. Der Schiffsanleger wird aus einer Stahlkonstruktion mit Holzbeplankung errichtet. Das Traggerüst liegt auf Rohrdalben, die durch Rammen in den Untergrund eingebracht werden und die Stahlkonstruktion trägt. Es wird beidseitig ein Geländer mitgeführt. Die gesamte Konstruktion wird mit einem mehrschichtigen Korrosionsschutzsystem und einem Farbanstrich versehen. Vom Schiffsanleger aus sind beidseitig Leiterabgänge vorgesehen sowie die Erweiterungsmöglichkeit der Anlage mit schwimmenden Pontons.

Zusätzlich werden im Anlegebereich der Fahrgastschiffe jeweils vier Stück Dalben eingerammt. Diese erhalten einen gelb-weißen Farbanstrich. Im Bereich der Erweiterungsmöglichkeiten werden weitere Dalben gerammt. Die Dalben erhalten Festmachringe. Die Schiffsanlegestelle in Deutsch-Ossig erhält zusätzlich eine Slipbahn, die künftig das Einsetzen kleiner Sportboote ermöglicht. An jeder Anlage wird eine Rettungstafel mit Ring, Seil und Stange aufgestellt.

Bisher sind dem Berzdorfer See seit Jahresanfang 2010 rund 31,6 Mio. Kubikmeter Wasser zugeflossen. Der Wasserstand bewegt sich gegenwärtig bei 184 m NHN. Damit hat sich der Wasserstand seit Jahresanfang 2010 um fast 393 Zentimeter erhöht. Flutungsbeginn war am 1. November 2002 auf einem Niveau von 115 m NHN. Seither wurde der See bereits zu über 90 Prozent aufgefüllt, vorallem mit Wasser der Neiße und der Pließnitz. Der Zielwasserstand liegt bei 186,5 m NHN.

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