Grundbruch auf der Innenkippe des vormaligen Tagebaus Seese-West auf einer Fläche von 24 Hektar

Senftenberg. Am 29.01.2009 ereignete sich auf der Innenkippe des vormaligen Tagebaus Seese-West auf einer Fläche von 24 Hektar ein Grundbruch. Als Schadensbild sind auf der o. g. Fläche im Mittel Geländeabsenkungen von 3 bis 5 Metern zu verzeichnen gewesen. Ein konkreter Personenschaden war nicht aufgetreten. Die Fläche bestand zum überwiegenden Anteil aus Forstflächen. Eine konkrete Schadenshöhe wurde nicht ermittelt, da der Bereich als Sperrbereich großflächig ausgewiesen ist und der nutzbare Waldbestand erhalten bleibt bzw. bei Notwendigkeit des Holzeinschlages vermarktet werden kann.

Die Ursachenforschung stellte sich äußerst kompliziert dar, da im Rutschungsbereich im Januar 2009 keine Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden und somit auch keine Ansätze für einen Initialeintrag vorhanden sind. Das Vorkommnis wurde mit dem LBGR des Landes Brandenburg und einem großen Kreis von Sachverständigen intensiv erörtert hinsichtlich möglicher Ursachen, ohne eine einzelne konkrete Ursache zu benennen.

Ergänzung Oktober 2010
So wird die Ursachenermittlung vor Ort mit Aufnahme der Sicherung des Bruchkessels voraussichtlich im I. Quartal 2011 wieder aufgenommen. Alles andere wäre zum heutigen Zeitpunkt Spekulation. Mit dem LBGR ist diese Herangehensweise abgestimmt. Die Ursachenermittlung wird mit Sicherheit einen mittelfristigen Zeitraum in Anspruch nehmen.
 
Das Ereignis selbst ist vom Ablauf her mit dem Grundbuch im Bereich Spreetal durchaus vergleichbar. Es gibt jedoch andere Randbedingungen, wie z. B. die sogenannten Seeser Sande, die noch nicht abgeschlossene Sanierung, die besondere Verkippungstechnologie der Abraumförderbrücke, der durchweg gefrorene Boden bzw. die geschlossene Eisdecke am Ereignistag und der hohe Anteil bindig gelagerter Massen. Insofern sollte man beide Ereignisse nicht mit einander vergleichen und schon gar nicht die bisherige Sanierung in Summe in Frage stellen.

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