LMBV wassert erste Arbeitspontons auf dem Concordiasee am Schadelebener Ufer für künftige seeseitige Erkundung

Senftenberg/Nachterstedt. Seit dem 1. Februar konnte von der LMBV begonnen werden, die ersten Arbeitspontons und Sicherungsboote unter hohen Sicherheitsanforderungen auf den Concordiasee zu bringen. (Fotos anbei)

Die LMBV hat in den zurückliegenden Monaten gemeinsam mit einem interdisziplinären Gutachterteam intensive Planungs- und Genehmigungsarbeiten zur seeseitigen Erkundung bei Nachterstedt vom Concordiasee aus vorangetrieben. Zur Umsetzung dieser Arbeiten werden nunmehr entsprechend der beim Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) eingereichten und zugelassenen 113. Ergänzung zum Abschlussbetriebsplan für das Tagebaurestloch Nachterstedt bis zu 28 Einzelpontons auf dem Concordiasee eingeschwommen. Witterungsbedingt musste der ursprünglich geplante Termin der Wasserung im November des letzten Jahres abgesagt werden.

Die ersten vier Schwimmpontons konnten am 1. Februar 2011 erfolgreich in den Concordiasee mit Hilfe eines Slipwagens gewassert werden. Die Einzelpontons sollen in den kommenden Tagen zu zwei Arbeitsplattformen für Bohrgeräte in der Größe von je 24 mal 12 Meter miteinander verbunden werden. Das schwerste Pontonteil wiegt dabei ca. 12 Tonnen. Weiterhin ist in den kommenden Wochen vorgesehen, die zum Einheben der Bohrgeräte und der Ankerstützen der Arbeitsplattformen notwendige Kranaufstandsfläche für einen 220 t-Kran im Uferbereich herzustellen. Zum Einbringen der Bohrgeräte auf die Arbeitsplattformen mit diesem Kran sieht die LMBV einen Fototermin vor.

Mit dem geplanten Bohrungs- und Erkundungsprogramm sollen in den kommenden Monaten vorhandene Datenlücken, insbesondere hinsichtlich der an den Rutschungskessel angrenzenden Bereiche geschlossen werden. Bisher war aus Sicherheitsgründen kein landseitiger Zugang zu diesen Bereichen möglich. Das erarbeitete Konzept sieht vor, seeseitige Erkundungen und Bohrungen vorzunehmen und von den zwei Pontonarbeitsebenen u. a. 18 Bohrungen niederzu-bringen, um die Liegendgrundwasserleiter weiter zu erkunden, Überdeckungen zu ermitteln und den Zustand des Restkohlepfeilers zu prüfen.

Zurück