Straßenverkehr läuft über LMBV-Tunnelbauwerk – Bundesstraße 96 bei Großkoschen wieder freigegeben

Senftenberg. Am heutigen Vormittag hat der Brandenburgische Landesbetrieb für Straßenwesen die Bundesstraße 96 bei Großkoschen im Bereich der LMBV-Kanalbaustelle freigegeben. Damit ist ein weiterer Bauabschnitt des rund 1.050 Meter langen Verbindungskanals zwischen dem Geierswalder und dem Senftenberger See, des sogenannten Überleiters 12, umgesetzt worden. Zuvor waren noch die Fahrbahnmarkierungen nach Herstellen des Straßenbelages, des Anbringens der Geländer und der Beplankung ausgeführt worden. Die Arbeiten am ersten Tunnelbauwerk unter der B 96 zwischen Senftenberg und Hoyerswerda nahe der Ortslage Großkoschen sind damit fast abgeschlossen.

Der entstandene Tunnel unter der B 96 ist 58 Meter lang. Gegenwärtig werden noch die zu seiner Sicherung notwendigen Spundwände im weiteren Kanalverlauf mit Hilfe eines Krans und von Industrietauchern zurückgebaut. Gegen Ende 2011 soll, so die Planungen der LMBV, auch die Schwarze Elster umverlegt werden, um die nötige Baufreiheit für die Ausweitung des notwendigen Schleusenbauwerkes – es ist Wasserniveauunterschied von bis zu drei Metern zu überwinden - zu bekommen.  Die Schwarze Elster wird künftig in einem Bett über den Kanal geführt, wozu ein zweites Tunnelbauwerk errichtet worden ist.

Vor rund vier Jahren, am 16.10.2007 hatte Bau des Kanals mit einem gemeinsamen ersten symbolischen Spatenstich der Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt und des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, zusammen mit LMBV-Chef  Dr. Mahmut Kuyumcu begonnen. Anlässlich eines weiteren Seenland-Besuches der Ministerpräsidenten M. Platzeck und S. Tillich besichtigen diese auch das B96-Tunnelbauwerk. Ministerpräsident Platzeck sagte damals: „Ich …freue mich schon heute auf die erste Bootstour, wenn alle Überleiter fertig sind. Denn jeder See für sich ist eine Perle, verbunden wird die größte künstliche Seenlandschaft Europas ein ´echtes Schmuckstück´ der Lausitz sein.“ Die oben genannten brandenburger Kanalbauwerke werden im Rahmen des §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung zu 100 Prozent vom Land Brandenburg finanziert.

Zurück