Markkleeberger See erhält Anbindung an die Vorflut: Errichtung des Auslaufbauwerkes in die Kleine Pleiße gestartet


Leipzig. Am 8. September war Baubeginn für die Errichtung des Auslaufbauwerkes am Markkleeberger See einschließlich Ausrüstung und elektronischer Ausstattung. Das Auslaufbauwerk besteht aus einem Stahlbetontrog mit 3,5 Meter lichter Durch-flussbreite. Es befindet sich im Dammbereich am Auslauf des Markkleeberger Sees und besitzt zwei Durchflussöffnungen von je 1,5 Meter sowie einen Mittelpfeiler. Der sich an das Auslaufbauwerk anschließende Querschnitt der Kleinen Pleiße wird auf ca. 5 Metern Länge mit Wasserbausteinen befestigt. Das dient im Unterbeton gleichzeitig als horizontaler Dichtungsteppich. Das Auslaufbauwerk hat eine Länge von 9,3 Metern und besitzt damit eine ausreichende horizontale Sickerweglänge, so dass auf eine Spundwand als Untergrundabdichtung verzichtet werden kann. Das Mischen der Bau-werkshinterfüllung mit Bentonitpulver verhindert Durchsickerungen. Zur Verhinderung eines Rückstaus aus der Kleinen Pleiße in den See Markkleeberg im Hochwasserfall ist das Bauwerk mit zwei Absperrschützen ausgerüstet. Jeder Schützenzug ist mit einem Elektro-Antrieb ausgestattet. In Abhängigkeit vom Binnenwasserstand in der Kleinen Pleiße und dem Wasserstand im Markkleeberger See werden die Schützenzüge gesteuert.

Projektträgerin der Maßnahme, die voraussichtlich bis Ende Mai 2012 realisiert wird, ist die LMBV. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Grundsanierung über das Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung. Die Baukosten betragen rund 230.000 Euro. Auftragnehmer sind die Firmen Heilit Umwelttechnik GmbH Chemnitz für den bauwerkseitigen Teil und Alltec GmbH für die Elektro- und MSR-Technikausstattung.

 

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