LMBV: Sicherungsbeginn vor aufsteigendem Grundwasser am Senftenberger Laugkfeld und am Pappelweg in Lauchhammer

Senftenberg/Lauchhammer. Nach der in den zurückliegenden Jahrzehnten erfolgten Einstellung von einer Vielzahl von Lausitzer Tagebauen steigt auch das Grundwasser in den umgebenden Bereichen auf sein vorbergbauliches Niveau wieder an. Die LMBV ist als Projektträgerin mit der Erarbeitung von Lösungen beauftragt, um mögliche Gefahren für Gebäude und Einrichtungen abzumindern. Im Zuge einer solch konkreten Gefahrenabwehr infolge des Grundwasser-Wiederanstieges kommen zwei genehmigte Lösungen der LMBV in der Lausitz nun zum Tragen. Sie betreffen einerseits das östliche Senftenberger Stadtgebiet sowie das Gewerbegebiet Laugkfeld und ein Siedlungsgebiet auf Kippengelände aus den 20er Jahren in Lauchhammer.

 

Die Arbeiten zum Aufbau einer temporären Leitung im Senftenberger Laugkfeld zur künftigen Hebung und Ableitung des ansteigenden Grundwassers sind nahezu abgeschlossen. Nach der durchzuführenden Druckprobe beginnt im Dezember 2011 die Einfahrphase der Anlage. Durch einen ersten temporären Brunnen soll ab 15.12.2011 im Testbetrieb die Absenkung des Grundwassers im Laugkfeld beginnen. Damit ist sichergestellt, dass bis zur Fertigstellung der weiteren geplanten Horizontalfilterbrunnen der Grundwasserstand im Laugkfeld unter dem geotechnisch vorgegebenen Pegel gehalten werden kann. Die LMBV ist hier im Auftrag des Landes Brandenburg im Rahmen des §3 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung aktiv.

Auch am Wohngebiet Pappelweg in Lauchhammer haben die Vorbereitungen der LMBV zur „Gefahrenabwehr infolge Grundwasserwiederanstieg“ im Auftrag des zuständigen Brandenburger Landesamtes für Geologie und Rohstoffe (LBGR) begonnen. Ab Anfang Dezember laufen erste Aktivitäten zur Baustelleinrichtung an. Die LMBV als Projektverantwortliche hat die Firma SGL Spezialleistungen Lauchhammer mit der Errichtung der Filterbrunnen entlang des Pappelweges beauftragt. Die Fertigstellung der ersten sechs Brunnen am Pappelweg ist noch im 1. Halbjahr 2012 geplant. Die LMBV weist darauf hin, dass es bei dieser Baumaßnahme zu temporären Beeinträchtigungen bei der Erreichbarkeit einzelner Grundstücke kommen kann und das eine teilweise erhöhte Lärmbelastung wahrscheinlich ist. Zur dauerhaften Sicherung des auf Altkippen liegenden Wohnumfeldes und zur Vermeidung flächenhafter Vernässungen durch den Grundwasserwiederanstieg ist diese Baumaßnahme zwingend erforderlich. Die LMBV hofft auf das Verständnis der betroffenen Anwohner.

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