Staatssekretärin der Finanzen besuchte Sanierungsbergbau der LMBV - Sanierern Respekt gezollt

Senftenberg. Die brandenburgische Staatssekretärin im Ministerium der Finanzen, Daniela Trochowski, besuchte im Dezember das Bundesunternehmen LMBV. Sie wurde dabei vom Leiter der Geschäftsstelle des Steuerungs- und Budgetausschusses, Dr. Friedrich von Bismarck, begleitet. Die Politikerin wurde bei ihrem Arbeitsbesuch in Senftenberg vom LMBV-Bereichsleiter Manfred Kolba im Namen der Geschäftsführung begrüßt. Nach einem Einführungsvortrag zu den Aufgaben und Herausforderungen in der Bergbausanierung informierte Prokurist Kolba insbesondere über die aktuellen Entwicklungen im Lausitzer Seenland. Hier ist das Land Brandenburg ebenso wie der Freistaat Sachsen neben dem Bund besonders über den §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung finanziell engagiert. Davon konnte sich die Staatssekretärin der Finanzen am Überleiter 12, der künftigen Verbindung zwischen Geierswalder und Senftenberger See selbst überzeugen. Hier war vor kurzem die Schwarze Elster auf rund 800 Meter umverlegt worden, um den Platz für einen notwendigen Schleusenbau im Kanal zu bekommen.

Auf einer Befahrung durch das Lausitzer Seenland konnte sich die Diplom-Volkswirtin D. Trochowski von den Baufortschritten an den Überleitern 6 und 11 ebenso überzeugen. Der passionierten Rad-  und Wasserwanderin sind  die von Menschenhand geschaffenen Lausitzer Gewässer, insbesondere der Senftenberger bis hin zum Bärwalder See, nicht ganz unbekannt. Über den bereits erreichten Flutungsfortschritt sowie ihr Flutungskonzept konnte die LMBV anhand des Sedlitzer und des Großräschener Sees informieren. Auch über die neuen Herausforderungen nach Grundbrüchen auf Lausitzer Innenkippen wurde diskutiert. Am Beispiel des Spreetaler Grundbruches sowie der Sanierungskonzeption für Seese-West wurden die geotechnischen Besonderheiten der in den 80er Jahren aufgefüllten Kippenbereiche nach Wassersättigung erläutert. Die Staatssekretärin der Finanzen zeigte sich davon überzeugt, dass die Herangehensweise der LMBV zu nachnutzbaren Landschaften in der Lausitz führen wird.

Das Land Brandenburg habe bei den noch laufenden Verhandlungen mit den Braunkohländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie dem Bund zum sogenannten Folge-Verwaltungsabkommen (VA V)  für die Zeit von 2013 bis 2017 signalisiert, dass es an seinem Kurs festhalte und auf einen alsbaldigen Abschluss mit hinarbeite. Mit Blick auf die angespannten Landeshaushalte in allen betroffenen ostdeutschen Bundesländern sei dies jedoch keine Selbstverständlichkeit mehr.  Angesichts der vielfältigen noch abzuarbeitenden Aufgabenstellungen insbesondere auch im Süden Brandenburgs genießen die Arbeiten der Sanierungsbergleute jedoch nach wie vor einen hohen Respekt und den nötigen Rückhalt in der Potsdamer Landesregierung, so die Staatssekretärin zum Abschluss der Befahrung.

Zurück