Landschaften im Wandel: LMBV-Broschürenreihe mit Heften zu Veredlungsstandorten in Brandenburg und Ostsachsen ergänzt

Senftenberg/Leipzig. Die LMBV hat ihre Broschürenreihe „Wandlungen und Perspektiven in beiden Revieren fortgesetzt. Kürzlich sind die Hefte zu den ehemaligen Veredlungsstandorten für den mitteldeutschen Raum Nr. 10/M und 11/MD und für den Lausitzer Raum Nr. 19/L  und 19/L erschienen und auch im Medienverzeichnis auf der LMBV-Homepage als pdf-Download verfügbar. In der Broschüre Nr. 18 heißt es u.a.:

 

Mitte des 19. Jahrhunderts setzte in der Lausitz zwischen den ersten Kohlenwerken und den Ziegeleien sowie der Textilindustrie, ihren Hauptabnehmern, ein dynamischer Entwicklungsprozess ein. Die zunehmende Verfügbarkeit von Brennstoffen förderte in hohem Maße die Ziegel- und Glasindustrie im Umfeld der Braunkohlengruben. Der Materialbedarf des Bergbaus stimulierte die Entwicklung des Maschinenbaus. Mit der Ansiedlung weiterer Großabnehmer, wie dem Aluminiumwerk Lauta oder den Karbidwerken Lauchhammer, nahm der Bedarf an Rohbraunkohle weiter zu. Es entstanden zahlreiche Brikettfabriken, die täglich viele tausend Tonnen Briketts produzierten.

Die wachsende Nachfrage nach Elektroenergie führte zusätzlich seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs zum Bau von Kraftwerken in der Nähe der Tagebaue.
Anfang des 20. Jahrhunderts erlangte die chemische Veredlung wachsende Bedeutung. In der Kokerei Lauchhammer wurde Braunkohle zu Koks veredelt und zugleich Stadtgas erzeugt. Andere Verfahren, wie das Fischer-Tropsch-Verfahren zur Herstellung von Benzin aus Braunkohle, wurden angewandt, um sich von Rohstoffimporten aus dem Ausland unabhängig zu machen. Aus einer dünn besiedelten und landwirtschaftlich geprägten Region entwickelte sich ein Industrierevier mit einem rasanten Bevölkerungszuwachs. Werkssiedlungen entstanden, und das Revier dehnte sich ständig aus.

Erst die Braunkohlenveredlung schuf bedarfsgerechte und preiswerte Produkte, die über weite Distanzen absetzbar waren. Im Zuge des politischen und wirtschaftlichen Wandels in Deutschland wurde ab 1990 ein Großteil der Veredlungsanlagen stillgelegt und abgerissen. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft ist seitdem dafür verantwortlich, einige dieser Standorte zu sanieren und wieder nutzbar zu machen. Auf ausgewählten Flächen sind bereits moderne Industrie- und Gewerbeansiedlungen entstanden. 

Aus Gründen der hohen Nachfrage und aus Effizienzgründen bittet die LMBV bei Bestellungen von Broschüren um die Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlages an folgende Adresse: LMBV-Unternehmenskommunikation in der Knappenstr. 1 in 01968 Senftenberg bzw. in der Walter-Köhn-Straße 2 in 04356 Leipzig. Das Porto beträgt für eine Broschüre 1,45 Euro, für zwei oder drei Broschüren 2,20 Euro und ab vier Broschüren 4,10 Euro. Mehr als drei Exemplare einer Broschüre/Mediums werden an Privatpersonen nicht abgegeben. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Zusendung.

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