Dritte Fachkonferenz der LMBV in Leipzig war ein Erfolg – Breiter Gedankenaustausch zu weiterem Vorgehen

Leipzig. Die Zahl von mehr als 250 Teilnehmern zeugte von großem Interesse der Fachwelt an den LMBV-Flutungsprozessen und der Güteentwicklung der Bergbaufolgeseen im mitteldeutschen Revier. „Mit dieser Wasserkonferenz 2012 informierte die LMBV über den aktuellen Stand der wasserwirtschaftlichen Sanierung, der mit der Unterstützung vieler Partner in Behörden, Industrie und Wissenschaft erreicht werden konnte. Es gilt aber auch, über das noch zu Schaffende zu berichten und das Aufzeigen der Notwendigkeiten, die die Maßnahmen im Grund- und Oberflächenwasser noch erfordern. Deutlich erkennbar ist für uns, dass die Phase der Herstellung der Gewässer durch Flutung ihrem Ende entgegen geht“, erklärte LMBV-Chef Dr. Mahmut Kuyumcu zur Eröffnung. Ein ganz wichtiger Meilenstein war aber sicher auch die Anpassung des Wasserüberleitungsvertrages zwischen MIBRAG und LMBV im Jahr 2009. Dieser ist auch für die nächsten Jahre noch eine verlässliche Basis für die weitere Bereitstellung und Nutzung von Flutungswasser im Südraum Leipzigs, auch unter veränderten Rahmenbedingungen. Hier werden Ressourcen aus der Region in der Region wieder eingesetzt. LMBV-Bereichsleiter Klaus Zschiedrich ging ausführlich in seinem Vortrag darauf ein. Maßnahmen zur Verbesserung der Beschaffenheit an ausgewählten Bergbaufolgeseen in der Nachsorge werden alle Verantwortlichen in den Unternehmen oder auch der Verwaltung, in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen. Dr. Wolfgang Milch vom MLU berichtete dazu sehr anschaulich aus dem Land Sachsen-Anhalt. Prof. Dr. Martin Socher vom SMUL gab einen breiten Überblich über die Herausforderungen der WRRL in Sachsen. „In den zurückliegenden Jahren hat die LMBV im mitteldeutschen Revier eine Vielzahl von hydrologischen Berechnungen und geotechnischen Gutachten fertiggestellt, die es ihr ermöglicht haben, 17 Beschlüsse durch die verfahrensführenden Behörden zu erlangen. Die Umsetzung der dort festgehaltenen vielen Nebenbestimmungen wird noch viel Kraft und Zeit erfordern“, betonte Dr. Kuyumcu.

"Mit unserem Ziel der Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes in der Region Mitteldeutschland ist aber auch ein Grundwasserwiederanstieg verbunden, der in weiten Teilen wieder zu flurnahen Grundwasserständen führt. Wie wir wissen, wurden in der Vergangenheit im Schutz der bergbaulichen Grundwasserabsenkung zahlreiche Bauwerke, infrastrukturelle Objekte und Deponien errichtet, in vielen Fällen ohne ausreichende Berücksichtigung des vorbergbaulichen Wasserstandes. Daraus erwachsen heute Probleme, die zu Vernässungen, Veränderungen der Bodenbeschaffenheit und der Beschaffenheit des Grundwassers führen."  Zu den inzwischen geschaffenen Grundlagen und zur Durchführung der Maßnahmen zur Gefahrenabwehr berichtete LMBV-Abteilungsleiter Bernd-Stephan Stephan Tienz . "Erfreulicherweise ist auch mit dem Verwaltungsabkommen IV zur Braunkohlesanierung die Finanzierung weiterer Maßnahmen zur Abwehr der Folgen des Grundwasserwiederanstiegs gesichert. Diese Chance gilt es zu nutzen, um die Maßnahmen der Braunkohlesanierung intelligent mit Fonds zur Umsetzung der EU WRRL zu verknüpfen, zum Nutzen der Region", so der LMBV-Chef.

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