LMBV informierte zur Kategorisierung der erweiterten Sperrbereiche auf Lausitzer Innenkippen – Mehr als die Hälfte bis 2017 wieder saniert

Senftenberg. Nach dem Grundbruch im Bereich der Innenkippe des ehemaligen Tagebaus Spreetal im September 2010 wurden durch die LMBV in Abstimmung mit den Bergbehörden des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg Kippenflächen vorsorglich temporär gesperrt, die bereits für eine Nutzung freigegeben waren

Im Pressegespräch am 31.03.2011 hatte die LMBV im Beisein des Brandenburger Wirtschaftsministers Ralf Christoffers die Ursachen dieses Grundbruches erläutert und die weitere Verfahrensweise mit den erweiterten Sperrbereichen vorgestellt. Es wurden weitere Untersuchungen angekündigt, deren erste Ergebnisse im Pressegespräch nun am 05.04.2012 durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung der LMBV Dr. Mahmut Kuyumcu öffentlich gemacht wurden.

Dr. M. Kuyumcu informierte gemeinsam mit den zuständigen Bergbehörden über die bisherigen Aktivitäten im Zusammenhang mit den vorsorglich gesperrten Innenkippen-Bereichen in der Lausitz, über die Ergebnisse der geotechnischen Neubewertungen und die vorgenommene Kategorisierung der Innenkippen sowie über das weitere Vorgehen der LMBV.

Nach der Überprüfung der vorsorglich erweiterten Sperrbereiche für Innenkippenflä-chen bestand die Notwendigkeit, für die ergänzenden Sanierungsmaßnahmen eine zeitliche Differenzierung vorzunehmen.

Die Sperrbereiche wurden dabei in drei Kategorien eingeteilt:

Kategorie A  Kurzfristige Aufhebung von Sperrbereichen bis Ende 2013

Kategorie B  Mittelfristige Aufhebung von Sperrbereichen bis 2017
- ergänzende Sicherungsarbeiten geringfügigen Umfangs notwendig

Kategorie C  Langfristige Sperrung  über 2017 hinaus
   - umfangreiche und komplexe Sicherungsarbeiten erforderlich
  - neuartige Sanierungs-Technologien erforderlich

Die vorhandenen Sperrbereiche wurden in über 100 Teilflächen gegliedert und anhand des Zeitbedarfs der ergänzenden Sanierungsmaßnahmen  bewertet.

Dafür wurden 30 Standsicherheitsuntersuchungen durchgeführt. Die Einordnung wurde nach Bewertung von 12 technologischen und geotechnischen Kriterien einer Checkliste des Geotechnischen Beirates der LMBV vorgenommen, durch die eine einheitliche Herangehensweise der Sachverständigen für Geotechnik gewährleistet wird.

Der Anteil der einzelnen Kategorien an den Flächen (in Hektar) der Sperrbereichserweiterungen in der Lausitz ist in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

 

 

Brandenburg 

Sachsen 

Gesamt 

Flächenbestand der Sperrbereichs-Erweiterungen (per 03/2012) 

8.630

 

8.320

 

16.950

 

Kategorie A

Kurzfristige Aufhebung bis 2013 

780

 

1.000

 

1.780

 

Kategorie B

Mittelfristige Aufhebung bis 2017 

5.710

 

2.120

 

7.830

 

Kategorie C

Langfristige Sperrung länger als 2017

2.140

 

5.200

 

7.340

 

 

Verbal ausgedrückt: Mehr als 50 Prozent der Innenkippen werden bis 2017, rund zehn Prozent bereits bis 2013 wieder nutzbar gemacht. Weniger als die Hälfte der Flächen wird längerfristig gesperrt (Kategorie C) bleiben.

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