Neu-Winzer hat drei Rebsorten auf gestalteter LMBV-Böschung am künftigen Großräschener See gepflanzt

Großräschen. Am 20. April 2012 wurde ein Teil einer Böschung am Rand des ehemaligen Tagebaus Meuro symbolisch aufgerebt. Der einheimische Landwirt Dr. Andreas Wobar bewirtschaftet  nach einer Ausschreibung der Stadt Großräschen künftig den Hang. Den Weinanbau, der am künftigen Großräschener See damit zum Leben erweckt wird, betreibt der Landwirt Dr. Andreas Wobar als neues Standbein seines Landwirtschaftsunternehmens. Vorbereitet und aufgerebt hat der Unternehmer die Ein-Hektar-Fläche mit insgesamt rund 3.000 Pflanzen im April 2012. Das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften in Finsterwalde (FIB) hatte zuvor den Boden untersucht.

Für die restlichen Reben, die noch per Hand symbolisch in den Boden gebracht werden mussten, hatte sich der Landwirt Unterstützer erbeten, die Voraussetzungen für den Weinberg in hoffnungsvoller Südhang-Lage mit geschaffen haben. Dazu gehörten neben Großräschens Bürgermeister Thomas Zenker auch LMBV-Projektmanager Michael Matthes und Liegenschaftsreferent Jörg Lietzke. Sie griffen mit weiteren Unterstützern zum Spaten und pflanzten feierlich eine Rebe in der Außenreihe des Hanges an der Seebrücke. In den ersten beiden Jahren sollen sich die Wurzeln in die Tiefe entwickeln und sich die Pflanzen an das hiesige Klima anpassen. Mit der ersten Lese soll im Jahr 2015 zu rechnen sein.

Die LMBV hatte die Böschung des Tagebaus Meuro mit einem idealen Hangmaß von etwa 30-Prozent-Gefälle hergestellt. Der Weinbau hat in der Lausitz eine etwa 600 Jahre lange Tradition, die der sich im vorigen Jahrhundert ausdehnende Braunkohlenbergbau mit unterbrochen hat. Das vorerst letzte Rebrecht in Brandenburg hatte sich die Stadt Großräschen gesichert. Auf einem Hektar am Großräschener See wird nun wieder Wein gedeihen.

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