LMBV: Fakten zur Problematik des bergbaulich bedingten Grundwasserwiederanstiegs in Mitteldeutschland

Fakten zur Problematik des bergbaulich bedingten Grundwasserwiederanstiegs in den Bereichen rund um die in LMBV-Verantwortung befindlichen Hinterlassenschaften des DDR-Bergbaus in Mitteldeutschland:

  • Bisher eingegangene Grundwasser-Schadensmeldungen an LMBV-Sanierungsbereich Mitteldeutschland: 2.245 (davon mehrere nach Prüfung wegen Nichtbetroffenheit beendete bzw. abgeschlossene Schadensvorgänge) – verbleiben im Bereich LMBV-MD: 1.856
    dav. im Land Sachsen-Anhalt:  871
    dav. Im Freistaat Sachsen (Region Westsachsen):  777
    dav. Im Freistaat Thüringen:  208  (jeweils Stand 13.6.2012)
  • Stadtgebiet Delitzsch - insgesamt rund 560 Betroffenheiten ermittelt
    Über die Gefahrenabwehr werden in der Komplexmaßnahme Gewässerausbau des Lobers rund 400 Betroffenheiten geholfen. Weiterhin Realisierung von Einzelmaßnahmen: 18 Maßnahmen wurden in 2010 realisiert. An über 20 Gebäuden wurden 2011 bauliche Maßnahmen realisiert. Weitere 6 Haussanierungen wurden 2011 begonnen, die 2012 abgeschlossen werden.
  • Lösungen: Die Gebäude wurden durch verschiedene Bauverfahren, wie Innen- und Außenabdichtungen, Errichtung einer Weißen Wanne, Kellerverfüllungen sowie durch Hausanhebungen gesichert. Weitere Schwerpunktmaßnahmen laufen in Sachsen-Anhalt u. a. auch in Zschornewitz, Zscherndorf und Bitterfeld.
  • Finanzierung der GWWA-Gefahrenabwehr-Maßnahmen erfolgt über das Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung (Paragraf 3 des VA BKS / hälftig von Bund und Land):
    Aufwendungen 2010 (Mitteldeutschland):16,7 Mio. Euro
    Aufwendungen 2011 (Mitteldeutschland):23,4 Mio. Euro
    Budget 2012 (Mitteldeutschland): 23,5 Mio. Euro                 
    Zwischen Bund und Ländern ausgehandelter Finanzbedarf für das  Folge-VA  für 2013-2017 liegt gegenwärtig in den Landesregierungen zur Bestätigung vor.

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