Ministerpräsident S. Tillich sieht große Potenziale für das von der LMBV mit zu schaffende Lausitzer Seenland

Senftenberg/Spreetal. Aus früheren Tagebauen in der Lausitz entsteht unter Ägide der LMBV gemeinsam mit vielen Partnern ein großes künstliches Seenland. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich sieht im entstehenden Lausitzer Seenland ein großes Potenzial für den Freistaat und Brandenburg. Er sei sich mit seinem Amtskollegen Matthias Platzeck einig, diese Chance für die Region zu nutzen, betonte er bei einer Pressetour durch das Lausitzer Seenland am 14.08.2012. „Politisch ziehen wir an einem Strang. Die behördlichen Abläufe sind gelegentlich unterschiedlich. Das führt dazu, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.“

S. Tillich warb bei dieser Gelegenheit um Investoren für die entstehende Tourismusdestination. Es wäre wünschenswert, wenn es einen guten Mix aus einheimischen und auswärtigen Investoren gebe, sagte er weiter. Tillich erinnerte im Beisein von LMBV-Sanierungschef für die Lausitz, Manfred Kolba daran, dass es für die dünn besiedelte Region nicht viele Alternativen gibt. Wenn sich touristisch etwas in der Region entwickle, gebe es vielleicht auch Chancen für die Industrie. Industrielles Leben schaffe einen Lebensmittelpunkt für Menschen. „Es geht um wirtschaftliche Belebung einer Region, die von Monoindustrie betroffen war“, erklärte Tillich. Wenn nun die Natur zusätzlich erlebbar werde und Freizeitmöglichkeiten biete, bringe das mit Sicherheit weitere Arbeitsplätze.

Das Lausitzer Seenland bedeute Naherholung für die Berliner und Dresdner gleichermaßen. „Wir haben erreicht, dass die Bevölkerung hinter dem Projekt steht, dass es hier einen Einklang zwischen Ökonomie und Ökologie gibt“, sagte Tillich. Zugleich verwies er darauf, dass es bis zur Vollendung des Seenland-Projektes noch ein weiter Weg ist. „Wir sind am Beginn eines Prozesses. Vieles ist im Entstehen, es hat aber schon heute Charme.“

Die Flutung der Tagebau-Restlöcher soll im Wesentlichen noch bis etwa 2016/17 dauern. Das Lausitzer Seenland verwandelt sich gegenwärtig in ein Naherholungsgebiet. Restlöcher aus dem früheren Braunkohle-Tagebau werden von der LMBV geflutet. Zehn Seen mit etwa 7.000 Hektar Wasserfläche sollen durch Kanäle verbunden werden und so die größte künstliche Wasserlandschaft Europas bilden.

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