Bergbausanierer bildet weiter Jugendliche aus – 25 neue Ausbildungsplätze werden in Bergbauregionen angeboten

Senftenberg. Auch für das Ausbildungsjahr 2007/2008 werden vom Sanierungsträger LMBV nochmals insgesamt 25 neue Ausbildungsplätze bereitgestellt. Davon werden mit bewährten Partner in verschiedenen regionalen Ausbildungsstätten u.a. fünf Ausbildungsplätze im Raum Bitterfeld, fünf im Raum Leipzig und weitere 15 in der Lausitz zu besetzen sein. Geplanter Bewerbungsschluss ist der 08.03.2007. Mehr als 1.500 junge Leute haben bisher seit dem Bestehen der LMBV eine moderne Ausbildung bei der Gesellschaft erhalten.
Ab dem Sommer 2007 wird in folgenden Berufsbildern ausgebildet: In der Lausitz werden angeboten:

  • 10 Ausbildungsplätze als IT-Systemelektroniker / Ausbildung bei der RAG Bildung Cottbus;
  • 5 Ausbildungsplätze als Kaufleute für Tourismus und Freizeit / Ausbildungsstätte bei GAF Elsterheide.

In Mitteldeutschland kommen hinzu:

  • 5 Ausbildungsplätze als Kaufleute für Spedition und Logistik / Ausbildung bei der RAG Bildung Leipzig sowie
  • 5 Ausbildungsplätze als Bürokaufleute / Ausbildung bei der RAG Bildung Bitterfeld.

Die Ausbildung dauert jeweils drei Jahre. Nähere Informationen zum Berufsbild können Interessenten bei den zuständigen Agenturen für Arbeit erhalten. O.g. Ausbildungsplätze sind bei den regional zuständigen Agenturen gemeldet. Bewerbungen bitte nur schriftlich an die LMBV mbH Personalverwaltung, zu Hd. Von Veronika Sauert, Knappenstraße 1 in 01968 Senftenberg. Die schriftlichen Bewerbungen bitte mit dem Abschlusszeugnis vom Sommer 2006 und vom Halbjahr 2007 einreichen. Für Fragen zur Ausbildung durch die LMBV wenden Sie sich bitte ggf. an:
Veronika Sauert bzw. Petra Kieschke (Tel. 03573-84 4326 bzw. 4327).

Zum Hintergrund:
Zum Jahresanfang hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ihren Sitz nach Senftenberg verlegt. Die LMBV ist seit 1994 als Projektträgerin für die Wiedernutzbarmachung der nicht privatisierten Braunkohleareale im Auftrag des Bundes und der ostdeutschen Braunkohleländer tätig. Rund vier Fünftel der damit in Verbindung stehenden Arbeiten wurden bisher für rund acht Mrd. Euro erledigt. Die Braunkohlesanierung hat auch die in sie gesetzten vielfältigen beschäftigungspolitischen Erwartungen erfüllt. Mehrere hundert Menschen hatten bisher in und mit der Bergbausanierung eine anspruchsvolle Beschäftigung gefunden. Zum Jahresanfang 2007 verringerte sich die Zahl der geförderten Arbeitnehmer in der Sanierung auf rund 700 und wird mit dem Beginn von Rekultivierungsarbeiten im Frühjahr wieder ansteigen.
In der LMBV selbst werden zum Jahresanfang 2005 noch 604 Bergbau-Ingenieure, Immobilienwirte und Kaufleute an zwei Standorten beschäftigt. Zu dieser Zahl kommen noch 132 LMBV-Auszubildende hinzu, die zur Zeit mit der LMBV einen Ausbildungsvertrag haben. Trotz weiter rückläufiger Beschäftigtenzahlen hat das Unternehmen auch im Jahr 2006 wieder Jugendliche erfolgreich ausgebildet. 30 neue Ausbildungsplätze wurden im Laufe des Jahres 2006 besetzt. Gegenwärtig steuern die knapp 600 Mitarbeiter rund 800 Projekte in der bergbaulichen Grundsanierung und Flutung der Bergbaufolgeseen, bei Maßnahmen zur Verbessung der Nachnutzung sowie bei der Gefahrenabwehr aus dem Wiederanstieg des Grundwassers.
Den rechtlichen Rahmen der Sanierungstätigkeit der LMBV bilden zwischenzeitlich 52 beschlossenen Raumordnungspläne, 177 genehmigte bergbauliche Abschlussbetriebspläne und 50 wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren. Von den 111 entstehenden bzw. entstandenen Bergbaufolgeseen (75 in der Lausitz und 36 in Mitteldeutschland) sind bereits 49 Seen verkauft. Mit dem Freistaat Sachsen steht die LMBV bereits in Verhandlungen zur Übernahme von größeren Seen mit Landesbedeutung. Mit dem Land Brandenburg sollen dazu ebenfalls Gespräche aufgenommen werden. Bei 13 Seen ist die Flutung bereits abgeschlossen, 89 Gewässer sind in Flutung und 11 Seen werden zur Flutung vorbereitet.
Gegenwärtig verhandeln Bund und Braunkohleländer über den Inhalt und den Finanzrahmen eines Drittes Ergänzendes Verwaltungsabkommen (sog. VA IV) für den Zeitraum von 2008 bis 2012. Für diesen Zeitabschnitt hat die LMBV Projekte in einer Größenordnung von 664 Mio Euro geplant.

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