Kooperationsvertrag zwischen NABU und LMBV unterzeichnet

Naturparadies Grünhaus auf gutem Weg

Senftenberg: Am 25. Januar 2006 unterzeichneten Vertreter der LMBV und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe die Fortschreibung des “Vertrages über die gemeinsame Zusammenarbeit für eine naturschutzgerechte und nachnutzungsorientierte Sanierung“ (Kooperationsvertrag). In ihm werden die beiderseitigen Interessen bezüglich des Naturparadieses Grünhaus geregelt.

Die Grundsanierung der LMBV wird mit dem Ziel der Beseitigung von Gefährdungen und der Wiedernutzbarmachung der vom Bergbau beanspruchten Flächen vorgenommen. Neben Land-, Forstwirtschafts- und anderen Flächen, sind rund 18% dem Naturschutz vorbehalten. Für die Träger von Naturschutzprojekten bietet die Bergbaufolgelandschaft die einmalige Chance große zusammenhängende Flächen zu erwerben. Da die Sanierung auch nach dem Zeitpunkt des Flächenerwerbs noch viele Jahre in Anspruch nimmt, ist eine enge Kooperation zwischen dem Sanierungsträger (LMBV) und dem künftigen Eigentümer (hier NABU-Stiftung) notwendig und sinnvoll. Der Abschluss des Kooperationsvertrages zwischen der LMBV und der NABU-Stiftung bildete 2003 die Grundlage für den ersten Flächenerwerb für das Projekt Naturparadies Grünhaus. In ihm sind die notwendigen weiteren Sanierungsarbeiten unter Beachtung der naturschutzfachlichen Ziele geregelt. Aus dem Vertrag ergeben sich Synergien, sowohl hinsichtlich der nachnutzungsorientierten als auch der naturschutzgerechten Sanierung. Die Unterzeichnung der Ergänzung des Kooperationsvertrages am 25.01.2006 ist die Grundlage für den Erwerb des letzten, 560 ha großen Teilbereiches des Naturparadieses durch die NABU-Stiftung von der LMBV.

Hintergrund: Die Geschichte des Naturschutzgebietes Grünhaus, nördlich von Lauchammer begann mit der Unterschutzstellung von 23,51 ha durch eine Verordnung des Regierungspräsidenten von Frankfurt (Oder) am 05.05.1939. Mitte der 1970er Jahre wurden ca. 2/3 des NSG vom Tagbau Kleinleipisch (1911-1980) überbaggert.
Die Neugestaltung und Erweiterung dieses Gebietes erfolgte in den Jahren 1991/92 unter wissenschaftlicher Begleitung des Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften, Finsterwalde. Dabei wurde eine 200 ha große Kippenfläche dem noch erhalten gebliebenen Bereich des NSG angegliedert.
Im Dezember 2003 erwarb die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“ die ersten 900 ha für das künftige „Naturparadies Grünhaus“. Nach weiteren Ankäufen gehören derzeit rund 1.370 ha der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“. Mit dem Kauf der 560 ha hat dieses Projekt mit fast 2.000 ha für den Naturschutz relevanter Flächen seine endgültige Größe erreicht.

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