Baustart für 5. schiffbaren Kanal am 23.08.2005

Statement von Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV

Mit einem herzlichen Glückauf begrüße ich Sie alle im Namen der LMBV herzlich hier an einer weiteren künftigen Baustelle des Lausitzer Seenlandes.

Lassen Sie mich kurz feststellen: Die Braunkohlesanierung, das heißt die ökologisch nachhaltige und ökonomisch chancenreiche Neugestaltung ehemaliger Bergbauflächen kommt gut voran. Die neu entstehenden Bergbaufolge-Gewässer werden für uns alle immer greifbarer. Seit einiger Zeit hat sich auch der touristische Begriff des Lausitzer Seenlandes nicht nur regional, sondern weit darüber hinaus als Marke eingebürgert. Selbst der Spiegel und kürzlich die Tagesthemen haben die überregionale Bedeutung des Lausitzer Seenlandes entdeckt.

Um dieses Seenland weiter ausgestalten zu können, haben wir Sie heute zum Start einer weiteren Etappe der Arbeiten hierher eingeladen. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Spatenstich für einen weiteren hydraulisch notwendigen Kanal vornehmen.

Es ist noch nicht lange her, da haben wir den ersten schiffbaren Kanal, den Barbarakanal im Freistaat Sachsen - zwischen dem Geierswalder See und Partwitzer See - im August 2002 ankündigt und Ende 2003 fertiggestellt. Er ist nun als Kanal der Schutzpatronin der Bergleute in aller Munde. Danach begannen wir ab September 2004 unsere Gestaltungsarbeiten für die Kanäle, Brücken und Wehre für weitere drei Seenverbindungen: Noch in diesem Jahr werden wir hiermit die Seen Seedlitzer See, Geierswalder See und Neuwieser See miteinander schiffbar verbinden.

Der Freistaat Sachsen und das Land Brandenburg hatten sich verständigt, diese flutungstechnisch notwendigen Bauwerke der LMBV in einem Zug gleich zu schiffbaren Verbindungen errichten zu lassen. Die Brücken und die Wehre wurden im Interesse eines sparsamen Umganges mit den öffentlichen Mitteln im wesentlichen baugleich zu dem schon fertiggestelltem Barbarakanal errichtet. Die Kosten betrugen je Überleiter rund 2 Mio. €. Rund ein Drittel davon, zur Schiffbarmachung der Verbindungen, werden zu 100 % durch Landesmittel finanziert.

Mit dem Bau der nunmehr fünften schiffbaren Verbindung im Lausitzer Seenland hier im Landkreis Kamenz kann nun mit dem heutigen Tage begonnen werden. Genehmigungsrechtliche Grundlage dafür ist der Zulassungsbescheid zum vorzeitigen Baubeginn für das Errichten einer Spundwand und eines Spundwandkasten durch das Regierungspräsidium Dresden vom 3. Juni 2005.

Ca. 1,6 Mio. € wird dieser Überleiter, der vorerst den einfachen Namen „3 a“ trägt, nach Fertigstellung gekostet haben. Der 100 m lange Graben bringt dann das Wasser aus dem Blunoer See im Norden in den Neuwieser See im Süden. Möge immer ein Handbreit Wasser in diesem Graben sein, damit die Flutung gelingt und auch jeder Freizeitkapitän sein Ziel im Lausitzer Seenland erreichen kann.

Mit dieser fünften von weiteren geplanten Verbindung entwickelt sich unser Lausitzer Seenland solide. Ich danke allen, die sich für das Projekt eingesetzt haben und es weiter begleiten werden. (Es gilt das gesprochene Wort.)

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