Bergbausanierer LMBV wird künftig schlanker und 2007 an zwei Standorten konzentriert

Berlin. Zum 1. Januar 2007 wird die LMBV sich im Lausitzer sowie im Mitteldeutschen Revier auf je einen Standort konzentrieren, bestätigte der Vorsitzende der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, Dr. Mahmut Kuyumcu, am gestrigen Abend auf Anfragen. Gleichzeitig wird der Sitz der Gesellschaft zum 01.01.2007 mit der Zentrale von Berlin nach Senftenberg verlegt. Sitz des Revierbereiches in der Lausitz wird Senftenberg (Oberspreewald- Lausitzkreis). Darin gehen auch der Sanierungsbereich Brandenburg in Brieske und Ostsachsen in Hoyerswerda auf. Der Sanierungsbereich Mitteldeutschland soll im Raum Leipzig zusammengefasst werden. Gestern wurden auch die Mitarbeiter der LMBV darüber informiert, dass der Untersuchungs- und Entscheidungsprozess im Unternehmen zur standortmäßigen Neuaufstellung der LMBV mit bisher fünf Standorten abgeschlossen worden ist. Hintergrund der LMBV-Entscheidung ist u. a., dass sich das die Schwerpunkte der künftigen Sanierungsarbeiten im Raum Senftenberg konzentrieren. Darüber hinaus rechnet die Gesellschaft mit geringeren Sachkosten und höherer Effizienz.

Gegenwärtig hat das Unternehmen noch rund 800 Mitarbeiter und 212 Auszubildende. Als Projektträgerin der Bergbausanierung plant und koordiniert das Bundesunternehmen die Wiedernutzbarmachung von stillgelegten Braunkohlentagebauen in Ostdeutschland und verkauft und verwertet die sanierten Bergbauareale. Der Schwerpunkt der Arbeit hat sich von der Sicherung der 32 Großtagebaue auf die wasserbaulichen Arbeiten zur Flutung der 46 größeren Bergbaufolgeseen verlagert. Bisher haben Bund und Braunkohleländer rund 7.500 Mio. Euro für diese Arbeiten bereitgestellt. Von 2003 bis Ende 2007 steht für die Braunkohlesanierung ein Finanzrahmen von 1.771 Mio. Euro zur Verfügung. Eine zielstrebige, zügige und effiziente Aufgabenerledigung steht im Mittelpunkt der LMBV-Arbeiten.

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