LMBV: Flutung läuft in der Lausitz mit voller „Pulle“

Kapazitäten der LMBV-Anlagen werden vollständig zur Flutung genutzt / Wehranlage im Barbarakanal erstmalig in Betrieb und Wasser in den Restsee Skado übergeleitet

Berlin/Senftenberg. Das Niederschlagsgeschehen der letzten Tage in der Ober- und Niederlausitz führte in den für die Flutung der Bergbauseen der LMBV relevanten Flusseinzugsgebieten Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße zu erhöhten Wasserführungen. In der Lausitzer Neiße erreichten die Pegelstände kurzzeitig die Richtwerte der Hochwasseralarmstufe II.

Die Flutungsanlagen der LMBV waren im III. Quartal d. J. in Vorbereitung der kommenden Flutungsperiode auf ihre Einsatzfähigkeit letztmalig komplex überprüft worden und standen seitdem vollständig zur Wassereinleitung zur Verfügung. „ Es ist wichtig, die Anlagen nach längerem Stillstand wieder zu betreiben und auch an die Leistungsgrenzen heranzufahren. Zukünftig werden wir immer häufiger mit der Situation konfrontiert sein, in kurzer Zeit ein Maximum an Oberflächenwasser für die Flutung der Bergbauseen zu nutzen“, so der Leiter der Flutungszentrale Lausitz, Eckhard Scholz.

Von besonderer Bedeutung ist, dass der Probebetrieb der Neißeeinleitung fortgeführt werden konnte und die dortige Anlage den Nachweis erbracht hat, die konzipierte Leistung in Höhe von 10 m³/s im Dauerbetrieb zu erbringen. So konnten im Zeitraum vom 17. bis 23. November allein aus der Lausitzer Neiße ca. 3 Mio. m³ Wasser in den Bergbaufolgesee Berzdorf eingeleitet werden, was wiederum einen Anstieg des Seewasserspiegels um 130 cm auf nunmehr 137,02 mNN bewirkte.

„Im Elstergebiet erfolgte unter anderem die Fortführung der Flutung des Tagebaurestloches Koschen unter Beachtung des erreichten Sanierungsfortschrittes. In diesem Zusammenhang wurde erstmalig am 24. November die Wehranlage im Barbarakanal in Betrieb genommen und Wasser aus dem Restloch Koschen in den Bergbaufolgesee Skado übergeleitet“, unterstrich LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber.

Aktuelle Fotos von der Flutungsanlage Neiße / Bergbaufolgesee Berzdorf vom 23.11. 2004 ggf. zur Nachnutzung (Foto: LMBV, Hinkelmann)

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