Standorteröffnung im Industriepark Marga in Senftenberg mit Industriepark-Fest begangen

LMBV sanierte und erschloss traditionsreichen Standort und übergab Verkehrsflächen der Öffentlichkeit – Industriepark bereits mit 13 Hektar belegt

Brieske/Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Nach dem zügigen Verlauf der Baumaßnahmen übergab die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) am 11. September 2004 die öffentlichen Verkehrsflächen des Lausitz-Industriepark Marga an die Stadt Senftenberg. Damit wurde nun auch nach Kittlitz, Lauchhammer und Sonne im letzten der vier Lausitz-Industrieparks die Neuerschließung ehemaliger Industriebrachen der LMBV im südlichen Brandenburg abgeschlossen. Bereits heute, vier Jahre nach Beginn der Erschließungsarbeiten, ist deren 150 Hektar Gesamtbaufläche zu 47 % besiedelt.

Auf dem aus diesem Anlass veranstalteten Industriepark-Fest in Marga , bei dem das Wort „Information“ groß geschrieben war, konnte die LMBV zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik vor Ort im Industriepark begrüßen. Die gute Akzeptanz des traditionsreichen Industriestandortes bei den Senftenbergern wurde durch eine große Besucherschar dokumentiert. In einer Ausstellung konnten sie sich unter anderem über die Lausitz-Industrieparks, die Sanierungsarbeiten der LMBV, das Lausitzer Seenland mit seinen Projekten, Aktivitäten der IBA sowie über die Baugrundvorbereitung zur neuen B 169 informieren. Die angesiedelten Firmen präsentierten sich erstmals mit einem „Tag der offenen Tür“.

Zwei denkmalgeschützte Industriebauten aus der Anfangszeit der industriellen Nutzung von Marga, für die die LMBV nach neuen Nutzern sucht, waren als Ausstellungshallen anlässlich des „Tages des offenen Denkmals“ in die Veranstaltung eingebunden. Eine auf Privatinitiative gegründete Interessengemeinschaft „Briesker Kathedralen“ erläuterte erste Initiativen, um beide Backsteingebäude wieder zu neuem Leben zu verhelfen.

Die angebotenen Hubschrauber-Rundflügen nutzten zahlreiche Besucher, um sich die Ausdehnung des Lausitzer Seenlandes mit seinen umfangreichen Landschaftsbaustellen einmal im Überblick anzuschauen.

Mit Abschluss der Erschließung sind im Lausitz-Industriepark Marga bereits 13 von insgesamt 54,3 Hektar Industrie- und Gewerbeflächen durch mittlerweile 12 Unternehmen belegt. 239 Arbeitsplätze konnten somit hier neu geschaffen bzw. gesichert werden. Zur Ansiedlung weiterer Firmen stehen am Standort noch 41 Hektar bereit. Je nach Anforderungen können die Grundstücke individuell angeboten und zugeschnitten werden. Die Palette reicht von kleinteiligem Gewerbe bis zu großen zusammenhängenden Industrieflächen.

Die feierliche Fertigstellung des Lausitz-Industriepark Marga ist das Ergebnis jahrelanger intensiver Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Unter Verwendung von Fördermitteln der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ sowie mit Mitteln aus dem Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung des Bundes und der Länder wurden die Flächensanierung und folgende Erschließungsmaßnahmen durch eine Vielzahl regionaler Bauunternehmen auf dem Standort in insgesamt 24 Bauabschnitten realisiert:

- ca. 6.570 Meter Straßenbau
- ca. 5.900 Meter Trinkwasserleitungen
- ca. 6.050 Meter Schmutzwasserleitungen
- ca. 5.200 Meter Regenwasserleitungen
- Ausgleichsbegrünungen auf ca. 10 Hektar.

Neben dem Hauptziel, die Wiedernutzbarmachung der Bergbaustandorte und Bergbaufolgelandschaften, hat die LMBV hier auch die arbeitsmarktpolitischen Ziele – Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen – verwirklicht. Weitere aktive Vermarktungsaktivitäten seitens der LMBV werden dafür sorgen, dass sich die vier Lausitz-Industrieparks zu einem wirtschaftlichen Impulsgeber für die ganze Region Oberspreewald-Lausitz entwickeln. Interessenten finden unter www.lausitz-industrieparks.de ausführliche Informationen zum Lausitz-Industriepark Marga und zu den drei weiteren Standorten der LMBV im südlichen Brandenburg.

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