Rutschung bei Sanierungsarbeiten am Restloch Knappenrode Koblenzer Straße

Am 9. September 2004 um 8.10 Uhr ereignete sich bei Sanierungsarbeiten am Restloch Knappenrode Koblenzer Straße eine große Rutschung. Auf einer Breite von 50-70m rutschten die Erdmassen auf etwa 100 m Länge in Richtung Restloch. Es entstand ein 3 bis 4 Meter tiefer großflächiger Graben. Die Verbindungsstraße Knappenrode- Koblenz wurde dabei auf 50 m Länge ebenso wie eine parallel verlaufende Wasserleitung zerstört. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen keine Personen zu Schaden. Der Baggerfahrer konnte gerettet werden; ein zweiter zur Sicherung anwesender Mitarbeiter erreichte rechtzeitig festen Boden. Der Bagger ist in den Massen zum Großteil versunken.

„Akute Gefahren für weitere Rutschungen bestehen derzeit nicht“, so die Ersteinschätzung des vom Oberbergamt mit der Koordinierung der Gefahrenabwehrmaßnahmen beauftragten Referatsleiter Braunkohlenbergbau Josef Bach. „Dass kein größerer Schaden entstand, ist aber nur glücklichen Umständen geschuldet. Rutschungen dieser Form sind selbst für Fachleute kaum vorhersehbar und entstehen innerhalb weniger Sekunden.“

Durch die Firma BUL Sachsen GmbH werden im Auftrag der LMBV GmbH im Bereich des Restloches Sanierungsarbeiten durchgeführt. Zielstellung ist die vollständige Verfüllung des Restloches.

Derartige Setzungsfließrutschungen entstehen in der Folge des Grundwasseranstiegs im Bereich von Kippenböschungen. Zur vorbeugenden Sicherung wurde die LMBV mit der Verfüllung des Restloches beauftragt. Im Fall dieser Rutschung waren allerdings keine Anzeichen einer unmittelbaren Gefahr bekannt.

“Bis zur Klärung der Rutschungsursachen wird die Vollsperrung im gefährdeten Bereich aufrecht erhalten werden müssen“, schätzt der Bergingenieur ein. Die Untersuchungen durch das Oberbergamt, die LMBV als Sanierungsträger und einen Sachverständigen laufen bereits mit Hochdruck.

„Wir bitten alle Bürger und Besucher im Lausitzer Braunkohlenrevier, Absperrungen und Hinweisschilder unbedingt zu beachten.“

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