1. Spatenstich für Pavillon Zwenkau

Ausstellungspavillon für Bergbaugeschichte und Abraumförderbrücke Tagebau Zwenkau entsteht

Espenhain. Am 1. September 2004 ist am Rande des Sanierungstagebaues Zwenkau, unmittelbar im Eingangsbereich des künftigen Hafens Kap Laura, Baubeginn für den Pavillon Zwenkau, einem Ausstellungspavillon für die Bergbaugeschichte und die Abraumförderbrücke im ehemaligen Tagebau.

Das Abbaufeld, das 1921 als Tagebau Böhlen aufgeschlossen wurde, liegt etwa 10 Kilometer südlich der Stadt Leipzig. Die erste geförderte Kohle im Jahr 1924 versorgte das Großkraftwerk in Böhlen. Der Tagebau diente bis Anfang der 90er Jahre überwiegend zur Rohkohleversorgung der zahlreichen Brikettfabriken und Kraftwerke im Südraum Leipzig sowie der chemischen Anlagen Böhlen und Espenhain.

Mit der 1993 getroffenen Festlegung der Abbaugrenze konnte der Tagebaubetrieb bis 1999 fortgeführt werden. Das sicherte einerseits die Versorgung der Altkraftwerke Lippendorf und Thierbach bis zu deren Außerbetriebnahme. Andererseits war damit auch der Erhalt des Eichholzes sowie weiterer ökologischer Schutzgüter gewährleistet.

Die Abbautechnologie im Tagebau wurde durch die seit 1938 in Betrieb befindliche Abraumforderbrücke Böhlen II geprägt. Sie rückte nach ihrer Stillegung Ende 1998 in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Bestrebungen zum Erhalt des damals 60 Jahre alten Bergbaugiganten führten nicht zum Erfolg. So erfolgte drei Jahre später die Sprengung (8.11.2001 Zwischenbrücke und 14.12.2001 Hauptbrücke), Demontage und Verschrottung der Brücke. Grundlage dazu war für die LMBV als Eigentümerin die denkmalschutzrechtliche Genehmigung des Regierungspräsidiums Leipzig. Darin wurden mehrere Auflagen, wie das Sichern von Teilen der Brücke und das Errichten eines architektonisch qualitätsvollen Pavillons, erteilt. Mit der Grundsteinlegung beginnt nun deren Umsetzung.

Der bis Mitte nächsten Jahres zu errichtende Pavillon besteht aus einer Glas-Stahl-Konstruktion und wird über 3 Ebenen verlaufen. Im Erdgeschoss sollen die Touristeninformation und die Hafenmeisterei/Technik einziehen. Im 1. OG entsteht ein Ausstellungsraum mit dem Modell der Abraumförderbrücke. Das 2. OG wird ein Cafe beherbergen. Auf dem Gebäude wird sich ein Kiosk und eine Aussichtsplattform befinden. Im Außenbereich wird eine Freifläche mit weiteren bergbaulichen Sachzeugen gestaltet. Für das Projekt sind Gesamtkosten von rund 1.3 Millionen Euro veranschlagt.

Bauherr ist die LMBV, Träger die Stadt Zwenkau.

Zum ersten Spatenstich für die Errichtung des Pavillon Zwenkau am 1. September 2004, um 11.00 Uhr, laden wir Sie als Medienvertreter sowie interessierte Bürger recht herzlich ein. Treffpunkt ist in Zwenkau am Ende der Leipziger Straße im Bereich der ehemaligen Tagesanlagen (siehe Stadtplan).

Anmerkung: Ein digitales Foto von der Vision des Pavillons kann bei Bedarf bei der LMBV abgefordert.

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