Halbzeit bei Wiedernutzbarmachung der Braunkohlegruben in Ostdeutschland

Berlin. Rund 7,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern sind seit der Wende in die Rekultivierung der Gebiete des DDR-Braunkohlebergbaus geflossen. Dazu gehören Flächen, die einst von 32 Großtagebauen beansprucht wurden. Um die Wiedernutzbarmachung der einstigen Abbaugebiete kümmert sich vor allem das Bundesunternehmen Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft . Sie wurde 1994 gegründet. Ziel ist es, ökologisch nachhaltige und ökonomisch chancenreiche Landschaften zu gestalten. Die Rekultivierung ostdeutscher Braunkohleregionen gilt als größtes Vorhaben seiner Art in Europa.

Ein Schwerpunkt ist die Flutung ehemaliger Tagebaue zu Seenlandschaften wie die "Goitzsche"  in Bitterfeld, um sie als Erholungsgebiete zu nutzen. Mehr als 100.000 Hektar Flächen gehören zu den Rekultivierungsgebieten im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier. Sie erstrecken sich von Wulfersdorf bei Helmstedt über Nachterstedt und das Geiseltal bis zum Herzen des Mitteldeutschen Reviers im Dreieck Halle, Leipzig, Bitterfeld. Gleichermaßen gehören in der Lausitz Gebiete vom Spreewald bis nach Dresden, Görlitz und Zittau dazu. Nach der Wende waren zeitweise bis zu 20.000 Menschen in der Bergbaurekultivierung tätig. Die neu entstehenden Landschaften sollen in der Zukunft allein 27.000 Hektar Wasserfläche und 18 000 Hektar Naturschutzfläche umfassen. Zu den Sanierungsarbeiten gehört auch der Abriss stillgelegter Anlagen des Bergbaus und Brikettfabriken. Diese Areale sollen auch als Industrieparks dienen und Arbeitsplätze schaffen.

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