Neißewasser kann probeweise in den Tagebau Berzdorf fließen

Ausreichender Wasserstand in der Lausitzer Neiße ermöglicht Funktionstest der Flutungsanlage für den Berzdorfer See durch die LMBV

Hoyerswerda/Görlitz. Die seit Wochenbeginn anhaltenden Wasserdurchflussmengen in der Lausitzer Neiße von durchschnittlich 15 Kubikmeter Wasser in der Sekunde ermöglichten den Beginn der notwendigen Funktionsproben der im Mai 2003 fertiggestellten Flutungsanlage für den Berzdorfer See. Nach erfolgreichem Funktionstest und bei gleichbleibenden Pegelwerten in der Lausitzer Neiße kann die Anlage anschließend den Probebetrieb aufnehmen.

Für den Betrieb der Anlage ist ein Mindestdurchfluss in der Lausitzer Neiße von 13,3 Kubikmeter Wasser in der Sekunde notwendig, der in der Neiße erst seit Montag erreicht wurde.

Eine weitere technische Voraussetzung für den Flutungsbeginn aus der Lausitzer Neiße ist ein Mindestwasserstand im Restsee von zehn Metern, das entspricht einem Seevolumen von elf Millionen Kubikmeter Wasser. Durch das Fluten aus der Pließnitz seit November 2002 war der notwendige Wasserstand Ende November 2003 erreicht worden. Dieser Wasserstand im Restloch war notwendig, um den Auftrieb und die Stabilität des Schwimmpontons auf dem Wasser zu garantieren, auf dem die Flutungsrohre befestigt sind.

Insgesamt besteht die Flutungsanlage Berzdorf an der Neiße aus vier Abschnitten: dem Einlauf- und Entnahmebauwerk, zwei unterirdisch verlegten Stahlrohrleitungen, zwei oberirdisch liegenden Kunststoffrohrleitungen und einem aufschwimmenden Ponton. Das Neißewasser gelangt somit aus einer Entfernung von ca. einem Kilometer in den Berzdorfer See südlich von Görlitz/Zgorzelec. Die Kapazität der Anlage beträgt maximal 10 Kubikmeter in der Sekunde. Das Flutungsende ist für das Jahr 2007 geplant. Nach dem Flutungsende wird die Flutungsanlage an der Neiße wieder zurückgebaut.

Die feierliche Inbetriebnahme der Anlage wird voraussichtlich im Monat Februar 2004 erfolgen und der Termin rechtzeitig in der Presse bekantgegeben.

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