Braunkohlesanierung ist eine deutsche Erfolgsstory

LMBV blickt auf erfolgreiches Jahr 2003 / Sanierungsarbeiten gehen weiter

Berlin. „Das Jahr 2003 war für die Projektträgerin der Braunkohlesanierung im Osten Deutschlands, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), ein erfolgreicher Abschnitt auf dem noch zu absolvierenden weiteren Weg“, erklärte Pressesprecher Uwe Steinhuber heute auf Nachfrage. „Die Lausitz und Mitteldeutschland haben durch das kontinuierliche Wirken der Sanierungsbergleute weiter an Attraktivität gewonnen. Die Ergebnisse der aufwendigen Bergbausanierung werden für die Menschen in den Regionen immer greifbarer und nutzbarer. Sie erweist sich damit als eine deutsche Erfolgstory mit internationaler Ausstrahlung.“

Steinhuber unterstrich weiter: „Die Braunkohlesanierung war auch im Jahr 2003 nicht eines Mannes Werk: unzählige Partner in den Sanierungsfirmen, Ingenieurbüros, Arbeits-, Berg- und Umweltämtern, Behörden, dem Steuerungs- und Budget- sowie den Braunkohleausschüssen haben zu einem erfolgreichen Etappenziel beigetragen. Insgesamt rund 7,1 Mrd. Euro sind in den zurückliegenden Jahren in die Sicherung der stillgelegten Tagebaue und weiterer notwendiger Arbeiten geflossen. Rund vier Fünftel aller Arbeiten, insbesondere die Böschungssicherung und Kippenverdichtung, die Abraummassentransporte und -anschüttungen sowie der Abriss von nicht mehr benötigten Brikettfabriken und Kraftwerken sind bereits erledigt. Eine wesentliche Arbeitsaufgabe im Jahr 2003 war die Fortführung der Flutungen.“

Die auch in den kommenden Jahren anstehenden Flutungen weiterer Restlöcher in den Lausitzer und Mitteldeutschen Tagebauen stellen neue Herausforderungen an die Geologen, Hydrologen und Bergbauingenieure der LMBV. Der trockene Sommer des Jahres 2003 zwang auch die LMBV zur Anpassung ihrer Szenarien für die bereits begonnenen Wassereinleitungen in der Lausitz. Die Einleitung aus der Neiße in den künftigen Berzdorfer See (Oberlausitz) musste u.a. auf Grund zu geringer Vorflutmengen beispielsweise in das Frühjahr 2004 verschoben werden. Die mit Sümpfungswasser aus aktiven Tagebauen gespeiste Flutung des Störmthaler Sees (bei Espenhain) konnte dagegen problemlos im Herbst 2003 starten. Das langfristige Ziel, einen sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt in den betroffenen Revieren wieder herzustellen, bleibt uneingeschränkt bestehen. Die daran beteiligte Flutungszentrale Lausitz (FZL) hat ihre Aufgaben zur Zufriedenheit ihrer Auftraggeber umsetzen können.

Die Verwertung und der Verkauf der neu gestalteten Landschaften kommen ebenfalls zügig voran. Eine Vielzahl von Verkäufen zum Verkehrswert konnten 2003 durch die Aufsichtsgremien genehmigt werden. Käufer waren Kommunen, Naturschutzverbände, Stiftungen und Private. Die Diskussion mit den Braunkohleländern zu den künftigen Eigentumsfragen der neu entstehenden Gewässer wurde fortgesetzt.

Die Braunkohlesanierung hat die in sie gesetzten beschäftigungspolitischen Erwartungen ebenfalls erfüllt. Mehrere tausend Menschen haben in der Bergbausanierung eine anspruchsvolle, wenn auch zeitweilige, Beschäftigung gefunden. Insgesamt lag die Gesamtbeschäftigungswirkung der Bergbausanierung bei rund 7.600 Arbeitsplätzen.

Rund 1.100 Ingenieure, Immobilien- und Kaufleute waren zum Jahresende bei der LMBV an fünf Standorten beschäftigt. Diese Zahl schließt die zur Zeit 230 Auszubildenden ein. Trotz rückläufiger Beschäftigtenzahlen hat das Unternehmen LMBV auch im Jahr 2003 wieder Jugendliche erfolgreich ausgebildet. 50 neue Ausbildungsplätze werden im Frühjahr 2004 besetzt.

Die Braunkohlesanierung ist nach Aussage des Vorsitzenden der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu, vor dem Hintergrund der im Jahre 2003 gezeigten Leistungen und Ergebnisse „weiterhin eine lohnende Investition in die Zukunft, erhalten doch damit die ehemaligen Braunkohleregionen eine ökologisch nachhaltige und ökonomisch chancenreiche Perspektive.“

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