Arbeiten der LMBV am Zwenkauer See verlaufen planmäßig

Leipzig. Die Flutung des mit rund 970 Hektar künftig größten Sees im Leipziger Neuseenland verläuft planmäßig. Der aktuelle Wasserstand im Zwenkauer See beträgt 110,78 m NHN, zum Jahresende 2014 wird der See einen Wasserstand von 112 m NHN erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wird auch das Hochwasser-Auslaufbauwerk zur Weißen Elster fertiggestellt. Das Bauwerk besteht aus einem knapp 100 Meter langen zweizügigen Rahmendurchlass, der beidseitig durch Ein- bzw. Auslaufbauwerk begrenzt ist, sowie einem 370 Meter langen Zulaufgraben bzw. nach dem Auslaufbauwerk über einen 50 Meter langen Auslaufgraben in die Weiße Elster.

Bis zum Frühjahr 2015 wird sich der Wasserspiegelanstieg auf 113,1 m NHN vollziehen, so dass ein vorzeitiger Nutzungsbeginn des Zwenkauer Sees zum Hafenfest 2015 möglich wird. Der weitere Einstau bis zum geplanten mittleren Endwasserstand von 113,5 m NHN erfolgt in Abhängigkeit vom Bau des Harthkanals. Mit Erreichen dieses Wasserstandes wird der See ein Volumen von 176 Millionen Kubikmeter Wasser aufweisen.

Die weiteren Sanierungsmaßnahmen, die durch die LMBV noch zu realisieren sind, werden zielstrebig weitergeführt. Das betrifft die Holzung der Baumkronen in den Böschungsbereichen und über der Wasseroberfläche. Diese wird ab September 2014 umgesetzt. Die Sicherung 60 ufernaher Filterbrunnen befindet sich bereits in der Realisierung; die weiteren ca. 600 Filterbrunnen werden schrittweise verwahrt.

Der Bau des Seerundweges wird planmäßig fortgeführt. In diesem Jahr wird der Ausbau zwischen KAP Zwenkau in südlicher Richtung bis zur B2 erfolgen. Baubeginn für den 2,3 Kilometer langen Weg, der in drei Abschnitten und in Breiten von 3,50/4,75 und 6,00 Metern errichtet wird, ist im 2. Halbjahr 2014. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2015 geplant. Auch die Neutralisation des Zwenkauer Sees wird durch die Zugabe von Branntkalk weitergeführt. Seit Beginn der Neutralisation Mitte 2011 ist der pH-Wert von 2,6 auf 3,8 gestiegen.

Die Arbeiten zur Errichtung des etwa 790 Meter langen Harthkanals (einschließlich der Schleuse und zwei Brücken mit Durchfahrtshöhen von 8,30 Metern), der künftig sowohl für die Ableitung des Überschusswassers als auch wassertouristisch genutzt wird, verlaufen ebenfalls planmäßig. Im 2. Halbjahr 2014 beginnen die Arbeiten zur Baugrundverdichtung. Die Fertigstellung ist im Jahr 2018 vorgesehen. Die Finanzierung der geplanten Maßnahme ist über das Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung durch den Bund sowie den Freistaat Sachsen gesichert.

Die Arbeiten der LMBV erfolgen in enger Abstimmung mit der Landesdirektion Sachsen, dem Sächsischen Oberbergamt, der Stadt Zwenkau sowie der Sächsischen Seebad Zwenkau GmbH & Co. KG (SSZ).

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