Gemeinsam für das Mitteldeutsche Revier - Bergleute und Sanierer ziehen positive Bilanz für 2012

Halle/Amsdorf /Zeitz /Senftenberg. Am 7. Dezember 2012 kommen in der Händelhalle in Halle /Saale Mitarbeiter des mitteldeutschen Braunkohlen- und Sanierungsbergbaus zusammen. Bereits zum 23. Mal werden sie gemeinsam mit ihren Gästen Bilanz ziehen, die geleistete Arbeit der Bergleute im ablaufenden Jahr würdigen und ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara, ehren. Dazu haben die Bergleute des mitteldeutschen Reviers aus den Unternehmen LMBV, MIBRAG und ROMONTA zahlreiche Gäste aus dem Kreis ihrer Vertragspartner, aus dem kommunalen Umfeld, aus Politik und Wissenschaft geladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen traditionsgemäß der gemeinsame Revierbericht der drei Unternehmen sowie die Rückschau aus Sicht der Arbeitnehmer. Den Festvortrag wird in diesem Jahr der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr.-Ing. Bernd Meyer, halten. Im Jubiläumsjahr »800 Jahre Anhalt« freuen sich die veranstaltenden Unternehmen besonders auf ihren Ehrengast, Seine Hoheit Julius Eduard Prinz von Anhalt Herzog zu Sachsen, der ein Grußwort an die Bergleute und ihre Gäste richten wird.
Im Anschluss an Retrospektiven, den Festvortrag und das Grußwort werden – seit vielen Jahren eine schöne Tradition – mit einem Sprung über das »Arschleder« die Ehrenbergleute 2012 »geschlagen«. Beim Feiern werden es die Bergleute und ihre Gäste auch in diesem Jahr nicht versäumen, der Heiligen Barbara zu danken und zugleich ihren Segen für das Jahr 2013 zu erbitten. Die drei Unternehmen LMBV, MIBRAG und ROMONTA beschäftigen zusammen über 3.500 Mitarbeiter im Mitteldeutschen Revier.

MIBRAG leistet zuverlässigen Beitrag zur Versorgungssicherheit
Das Bergbauunternehmen mit den Tagebauen Vereinigtes Schleenhain in Sachsen und Profen in Sachsen-Anhalt versorgte sicher und zuverlässig die Kraftwerke Lippendorf (Sachsen) und Schkopau (Sachsen-Anhalt) sowie weitere Kunden mit Braunkohle. Das Fördervolumen erreicht bis zum Jahresende voraussichtlich 18,9 Millionen Tonnen. Der Umsatz wird das Niveau vom Vorjahr leicht übersteigen.
Für Investitionen in modernste Bergbautechnik und die Entwicklung der Tagebaue wurden 2012 mehr als 43 Millionen Euro aufgewendet. Im Focus stand im Tagebau Vereinigtes Schleenhain die Vorbereitung des planmäßigen Übergangs vom Abbaufeld Schleenhain nach Peres.
Ende August kam es im Tagebau Vereinigtes Schleenhain zu einem unvorhersehbaren Böschungsbruch, der einen Kohlebagger mit angeschlossenem Bandwagen schwer beschädigte. Mitarbeiter kamen nicht zu Schaden. Inzwischen ist der Bandwagen geborgen und wird wieder instand gesetzt. Die Bergung des Schaufelradbaggers wird vorbereitet.
Am 16. November 2012 wurde der Grundlagenvertrag zur Umsiedlung der Ortslage Pödelwitz (Pödelwitz-Vertrag) und der Nachbarschaftsvertrag mit der Stadt Groitzsch unterzeichnet. Damit werden die Voraussetzungen für eine von der Mehrheit der Bewohner des Ortes Pödelwitz gewünschte, freiwillige Umsiedlung geschaffen.
Gemeinsam mit ihrem Gesellschafter treibt die MIBRAG den Genehmigungsprozess zum Kraftwerksprojekt Profen voran. Die genehmigungsrechtlichen Schritte sind für das Projekt in Bearbeitung; nach wie vor ungeklärt sind die energiepolitischen Rahmenbedingungen für Investoren.

LMBV: Planmäßige Umsetzung der anspruchsvollen Sanierungsvorhaben
Die LMBV konnte auch im Jahr 2012 ihre Sanierungsvorhaben zur Gestaltung neuer Bergbaufolge-Landschaften weitestgehend planmäßig umsetzen.
Die Bergbaufolgeseen der LMBV wurden weiter geflutet und das Wasserdefizit vermindert. Besonderen Stellenwert nahm der Bau des Hochwasser-Entlastungbauwerkes am Zwenkauer See ein – ein langfristig wichtiger Beitrag zum Schutz der Stadt Leipzig und ihres gesamten Südraums. Weitere Höhepunkte 2012 waren die Freigabe eines Teilbereiches des Geiseltalsees für die vorzeitige Nutzung, das Erreichen des Endwasserstandes am Störmthaler See im Süden von Leipzig sowie die Fertigstellung der Kanuparkschleuse, die ab Frühjahr 2013 den Störmthaler See mit dem Markkleeberger See verbinden wird.
Im Norden Leipzigs wurden Gestaltungsmaßnahmen am Schladitzer See erfolgreich weitergeführt.
In Nachterstedt stehen die Untersuchungen zur Ursachenermittlung des Böschungsunglücks von 2009 kurz vor dem Abschluss. Der Abschlussbericht der Gutachter der LMBV wird bis Mitte 2013 fertiggestellt.
Zur Abwehr von Gefährdungen aus dem Wiederanstieg des Grundwassers wurden 2012 insbesondere Sanierungsarbeiten in Delitzsch sowie bauliche Maßnahmen in Zscherndorf erfolgreich realisiert.
Auch im Hinblick auf die Nachnutzung sanierter Bergbauflächen hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Am Industriestandort Espenhain haben sich inzwischen 12 Firmen mit etwa 450 Mitarbeitern angesiedelt. Für den Bau einer Biogasanlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk stehen die Planungen vor dem Abschluss.
Die Weiterführung der Braunkohlesanierung für die Jahre 2013 bis 2017 ist vertraglich gesichert und kann in einem Finanzrahmen von 1,23 Milliarden Euro geplant und durchgeführt werden.

ROMONTA: 90 Jahre Wachsproduktion und Start in die Solarstromerzeugung
ROMONTA beging 2012 das 90-jährige Produktionsjubiläum der Montanwachsfabrik Amsdorf. Seit der Errichtung der ersten Extraktionsanlage im Jahr 1922 hat sich Amsdorf als das weltweit führende Zentrum in der Entwicklung moderner Technologien zur Montanwachsgewinnung etabliert. Montanwachsprodukte aus Amsdorf werden weltweit an Kunden in über 60 Ländern geliefert und sichern damit über 400 Arbeitsplätze.
Über 900 Besucher konnten sich im September anlässlich eines »Tages der offenen Tür« zum Produktionsjubiläum über das Leistungsprofil, über Historie und künftige Entwicklungen der Unternehmensgruppe und der Industriestandorte Amsdorf und Etzdorf hautnah informieren.
Die langfristige Energiekonzeption des Unternehmensverbundes ROMONTA basiert neben der klassischen Energiegewinnung aus extrahierter Kohle zunehmend auf klimafreundlichen Energieressourcen, wie der Wind- und Solarenergie sowie Biogas. Parallel dazu erfolgt die Energiegewinnung durch thermische Nutzung von Ersatzbrennstoffen aus der Aufbereitung von Siedlungsabfällen.
Nach nur rund siebenwöchiger Bauzeit wurde am 10. Mai der GERO-Solarpark auf ca. 55 Hektar früherer Tagebaufläche und Abraumhalden in Betrieb genommen und das trotz drastischer Kürzungen der Solarförderung durch die Bundesregierung.
Der GERO-Solarpark ist eine der größten Solaranlagen in Mitteldeutschland und deckt den Energiebedarf von etwa 8.000 Haushalten. Zudem werden dabei jährlich rund 15.000 t CO2-Ausstoß vermieden.
Zur weiteren Fortführung der Kohlegewinnung im Braunkohlentagebau Amsdorf bis zum Jahr 2030 ist der planmäßige »Neuaufschluss des Baufeldes Kupferhammer« erforderlich.
Dazu wurden im Berichtszeitraum die Erdbaumaßnahmen in der Abraumgewinnung für die Zufahrten in das neue Baufeld vorgenommen.
In der Kohlegewinnung bewährte sich wiederum die kollegiale Teamarbeit mit der GALA-MIBRAG Service GmbH zur kontinuierlichen Versorgung der Montanwachsfabrik mit der erforderlichen Kohlemenge und -qualität.

Halle, 07.12.2012

Ansprechpartner:

MIBRAG mbH
Sylvia Werner/Pressesprecherin
Glück-Auf-Straße 1
06711 Zeitz
Tel.: 03441 684-612
E-Mail: presse@mibrag.de
www.mibrag.de

Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)
Dr. Uwe Steinhuber (LMBV-Pressesprecher)
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01968 Senftenberg
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Telefax:+49-3573-84-4610
Mobil: +49 171 - 698 68 59
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ROMONTA GmbH
Detlef Berger (Assistent der Geschäftsführung)
OT Amsdorf • Chausseestraße 1
03617 Seegebiet Mansfelder Land
Tel.: +49 34601 40 158
Fax.:+49 34601 222 15
detlef.berger@romonta.de
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