Lausitzer LMBV-Flutungsanlagen für Bergbaufolgeseen laufen auch an Feiertagen

Senftenberg. Einige LMBV-Flutungsanlagen zur Füllung von Bergbaufolgeseen laufen auch an den letzten Tagen des Jahres 2012. Bisher konnten von der LMBV im gesamten Jahr schon rund 63.000.000 Kubikmeter aus Neiße, Spree und Schwarzer Elster in die jungen Lausitzer Bergbaufolgeseen eingeleitet werden.

Dabei kamen bisher im Jahresverlauf aus der Spree rund 40 Mio. Kubikmeter, aus der Schwarzer Elster rund 21 Mio. Kubikmeter und aus der Neiße etwa zwei Millionen Kubikmeter. Hier konnte wegen eines vom Hochwasser 2010 zerstörten Bauwerkes wenig abgenommen werden. Seit dem 17.12.2012 erfolgt wieder eine Zuleitung in den ehemaligen Tagebau Berzdorf bei Görlitz aus einem Nebenfluss der Neiße. Dazu wird mit ca. 2,0 m³/s aus der Pließnitz geflutet. Die Flutungsmenge muss ggf. zur Einhaltung der Mindestabflüsse - bei erwartetem rückläufigem Dargebot - in Pließnitz und Neiße in den kommenden Tagen sukzessive reduziert werden. Gegenüber 2011 stieg der Wasserspiegel dennoch bisher um weitere 78 Zentimeter auf 185,51 m NHN an.

Der Partwitzer See hat 2012 rund 12 Mio. Kubikmeter hinzubekommen. Auf der Brandenburger Seite sind weitere rund neun Millionen Kubikmeter in den Großräschener See geflossen. Der Bärwalder See wird gegenwärtig mit 1,0 m³/s Entnahme aus der Spree gespeist. Gleichzeitig wird in den Schwarzen Schöps dieselbe Menge aus dem Bärwalder See ausgeleitet. Dies wird voraussichtlich auch über den Jahreswechsel so beibehalten. Mit rund 35 Mio. Kubikmeter war der Bärwalder See 2012 anteilig der größte „Schluckspecht“ unter den Lausitzer Bergbaufolgeseen.

Rund vier Millionen Kubikmeter sind 2012 in den ehemaligen ostsächsischen Tagebau Burghammer, den künftigen Bernsteinsee (Speicher Burghammer) abgeschlagen worden. Die Überleitung vom  Scheibe See zum Speicher Burghammer wurde in der 51. KW im Zweipumpenbetrieb mit maximaler Kapazität fortgesetzt. Der Anlagenbetrieb wird auch über den Jahreswechsel hinweg fortgesetzt. In der zurückliegenden Woche blieb der Wasserspiegel im Scheibe See daraufhin konstant. Im Speicher Burghammer wurde die am 14.11.2012 begonnene Ausleitung in die Kleine Spree am 21.12.2012 bei einem Wasserstand von 107,95 m NHN unterbrochen.

Im Geierswalder See wurde in der ehemaligen Kohlebahnausfahrt ein zweiter temporärer Trenndamm errichtet. Zur Absenkung des Wasserspiegels in dem abgetrennten Bereich wird dort eine Wasserhaltung mit einer Leistung von ca. 1800 m³/h betrieben. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Einbindung des künftigen Koschener Kanals und der Vertiefung der ehemaligen Kohlebahnausfahrt und wird voraussichtlich bis Mai 2013 andauern. Bis zum Abschluss dieser Maßnahme ist eine Flutungswasserentnahme aus der Schwarzen Elster für den Geierswalder See nicht möglich.

Für den westsächsischen Markkleeberger See konnte 2012 mit Erreichen des Endwasserstandes die Wasserzufuhr eingestellt werden. Für die LMBV-Speisung des Haselbacher Sees mit gehobenen Wässern aus MIBRAG-Filterbrunnen wurde der Probebetrieb bis April 2013 verlängert.

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