LMBV: Angeln nur an freigegebenen Gewässern erlaubt

Illegales Angeln an den Bergbaufolgegewässern ist kein Kavaliersdelikt (Fischwilderei)

Senftenberg. Zum Angeln in Bergbaufolgegewässern informiert die LMBV aus gegebenem Anlass: Die künstlich hergestellten oder noch herzustellenden Seen der Bergbaufolgelandschaft unterliegen derzeit dem Bundesberggesetz und damit strengen Anforderungen hinsichtlich der Nachnutzung insbesondere vor Beendigung der Bergaufsicht. Darunter fallen auch das Angeln und die gewerbsmäßige Fischerei sowohl vom Ufer aus als auch mit Wasserfahrzeugen. Bevor die Gewässer zum Angeln freigegeben werden können müssen diese folgende Merkmale aufweisen:

  • Der Endwasserstand muss erreicht sein. 
  • Die Ufer müssen gefahrlos durch die Öffentlichkeit betreten werden können.
  • Der pH-Wert des Wassers muss dauerhaft mindestens über 5 liegen um eine erfolgreiche Reproduktion eines Fischbestandes zu ermöglichen.

Darüber hinaus sind für das Angeln die Bestimmungen der Fischereigesetze der Länder ein-zuhalten. Hiernach liegt das Fischereirecht beim Eigentümer der Gewässerflächen. Für die meisten Bergbaufolgeseen ist die LMBV Eigentümer und damit Inhaber des Fischereirechtes. Die Bergbaufolgeseen werden im Zuge der Herstellung einem fischereilichen Monitoring unterzogen und eine fischfaunistische Einstufung vorgenommen. Dies ist Voraussetzung für die in den Fischereigesetzen verankerte Hegeverpflichtung des Fischereiausübungs-berechtigten.

Mit der Nutzungsfreigabe nach Herstellung der geotechnischer Sicherheit des entsprechenden Gewässers wird das Fischereiausübungsrecht durch die LMBV i. d. R. an die Landesanglerverbände in Kombination mit einem Berufsfischer übertragen.

In der Lausitz wurden bisher folgende Gewässer in die fischereiliche Nutzung überführt:

  • Brandenburg: Schönfelder See (Verband der Spreewaldfischer Lübbenau und Umgebung e. V.), Gräbendorfer See (Landesanglerverband Brandenburg e. V.)
  • Ostsachsen: Dreiweiberner See, Bärwalder See (jeweils Anglerverband „Elbflorenz“ Dresden e. V.).

Weitere Gewässer sind in Vorbereitung einer fischereilichen Nutzung.

Die LMBV weist ausdrücklich darauf hin, dass illegales Angeln in den Bergbaufolgegewässern kein Kavaliersdelikt sondern eine Straftat nach § 293 Strafgesetzbuch (Fischwilderei), mindestens aber (versuchter) Diebstahl darstellen kann. Angel-Interessenten wird daher empfohlen, sich bei den zuständigen Anglerverbänden zu informieren. Die zum Angeln freigegebenen Gewässer mit den Fischereiausübungsberechtigten sind auch auf der LMBV-Website unter www.lmbv.de einzusehen.

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