LMBV: Bau des Harthkanals - Umfangreiche Maßnahmen zur Baugrundvergütung

Zeitweilige Beeinträchtigungen für Wegenutzer und Anrainer

Leipzig/Zwenkau. Im Bereich des zukünftigen Harthkanals zwischen Cospudener und Zwenkauer See finden derzeit umfangreiche Maßnahmen zur Baugrundvergütung im Auftrag des Bergbausanierers LMBV statt. Per Rüttelstopfverdichtung wird dort der Baugrund für den künftigen Harthkanal aufwendig verdichtet, was auch zu zeitweiligen Lärmbelastungen führen kann. Des Weiteren kommt es durch den Bau der Heberleitung zu temporären Beeinträchtigungen in der bisherigen Wegenutzung am Cospudener See. Im Interesse einer zügigen Bauabwicklung bitten die Beteiligten um das Verständnis der Wirtschaftswegenutzer und der Anrainer.

Nach dem Aufbau und dem Kalibrieren nahm das erste Rüttelgerät (BG 40) im Bereich südlich der A 38 (Zwenkauer Seite) am 18. März 2015 die Arbeiten zur Rüttelstopfverdichtung des Kippenbaugrundes auf. Um im Zeitrahmen bleiben zu können, beträgt die beauftragte tägliche Arbeitszeit 24 Stunden, beginnend am Montag ab 07:00 Uhr bis Freitag 20:00 Uhr.

Im April 2015 nimmt planmäßig eine zweite Rütteleinheit BG 42 nördlich der A 38 ihren Betrieb auf. Insgesamt werden von zwei Rüttelgeräten auf einer Gesamtfläche von 70.000 m² ca. 14.000 Rüttelstopfsäulen bis zu einer maximalen Tiefe von 25 Meter eingebracht. Voraussichtlich bis Dezember 2015 findet die Rüttelstopfverdichtung statt. 

Des Weiteren werden zum Entwässern des Baugrundes ca. 2.700 Kiesbohrpfähle mit einer Länge von 19 Meter im Bohrverfahren hergestellt. Dazu werden, beginnend Ende April 2015, drei Bohrgeräte auf der Baustelle ihre Arbeit aufnehmen. Die Arbeiten erfolgen ebenfalls im Schichtbetrieb 2 x 12 Stunden und dauern voraussichtlich bis November 2015 an. Auch hier ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

In Vorbereitung des Einsatzes der Großgeräte werden die erforderlichen Arbeitsebenen bereits seit November 2014 erdbautechnisch mit der erforderlichen Tragfähigkeit hergestellt und verfestigt. Die Aushubmassen sind zunächst südlich der Autobahn zwischengelagert und werden in den kommenden Monaten per Klappschute auf dem Boden des Zwenkauer Sees eingebaut. Dazu wurde am Nordufer des Zwenkauer Sees eigens ein temporärer Schiffsanleger hergestellt. Des Weiteren finden in Vorbereitung der Freigabe für den Gemeingebrauch aktuell Holzungsarbeiten im und am Zwenkauer See statt.

Im Zuge der Arbeiten im Nordbereich des Zwenkauer Sees wird es kurzfristig zu vorrübergehenden Beeinträchtigungen bei der Nutzung des Cospudener Uferrundweges kommen. Aktuell ist durch das Dükern der Heberleitung eine Umfahrung des Cospudener Uferrundwegs notwendig. Die Errichtung der Heberleitung zwischen Zwenkauer und Cospudener See ist für die Herstellung der geplanten Gewässerverbindung erforderlich. Deshalb wird am östlichen Rand des Baufeldes seit Februar 2015 eine ca. 1.060 Meter lange Stahlrohrleitung DN 900 vom Zwenkauer zum Cospudener See hergestellt. Sie leitet bis zur Inbetriebnahme des Harthkanals das Überschusswasser ab.

Vorraussichtlich bis Februar 2016  finden die Verdichtungsarbeiten des Untergrundess statt.

Die LMBV weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die vorhandenen Wirtschaftswege am Nordbereich des Zwenkauer See bislang noch nicht zu einer öffentlichen Nutzung freigegeben sind. Entsprechende Hinweisschilder und Absperrungen sind zu beachten.

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