LMBV-Chef Zschiedrich: Spürbare Sanierungsfortschritte und Minderung der Eisenfrachten in der Spree erreicht

LMBV-Veranstaltung zum Tag der Heiligen Barbara für Jahresrückblick 2015 genutzt

Senftenberg/Leipzig. Die LMBV beging am 2. Dezember 2015 den Festakt zum Tag der Heiligen Barbara im Jahr 2015 in einer revierübergreifenden Veranstaltung im sächsischen Leipzig. Mehr als 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung wurden dazu im Haus Leipzig von der LMBV begrüßt. Zu den Ehrengästen zählte in diesem Jahr neben dem Potsdamer Staatssekretär im Wirtschafts- und Energieministerium, Hendrik Fischer, insbesondere Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach von der Technischen Universität Darmstadt, der in seiner Festrede auf das Thema „Bergbausanierung im Blickfeld der Wissenschaft“ einging. Die diesjährige Veranstaltung widmet sich gezielt dem Thema „Kompetenz und Wissenschaft in der Bergbausanierung“.

In seinem Sanierungsbericht für 2015 ging der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Klaus Zschiedrich u.a. auf folgende Punkte ein:

„Das Jahr 2015 war wiederum ein Jahr mit einer Reihe von besonderen Herausforderungen für die LMBV. Ich werde in meinem heutigen Sanierungsbericht auf ausgewählte Schwerpunkte näher eingehen. Es war auch ein Jahr mit einem besonderen Höhepunkt. Im 25. Jahr der deutschen Einheit feierte die LMBV am 4. September an ihrem Unternehmenssitz in Senftenberg den 20. Jahrestag ihres Bestehens.

Über 100 Gäste und circa 600 Mitarbeiter der LMBV nahmen an der Festveranstaltung teil. In ihren Grußworten würdigten die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, und des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Jens Spahn, ebenso wie der Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt, Staatssekretär Dr. Michael Schneider, die Ergebnisse der ostdeutschen Braunkohlesanierung. Das Gemeinschaftswerk zwischen Bund und Ländern zur Bewältigung der ökologischen Altlasten in der Braunkohlenindustrie wurde dabei auch als großes Erfolgsprojekt des Umweltschutzes in ganz Europa bezeichnet. Gleichzeitig wurde in den Ausführungen darauf verwiesen, dass in der Bergbausanierung auch in der Zukunft noch eine Vielzahl von Aufgaben in den Revieren in der Lausitz und in Mitteldeutschland zu bewältigen sind und die LMBV dafür die Leistungsfähigkeit, die Fachkompetenz und das erforderliche Knowhow besitzt.

Der anschließende Mitarbeitertag der LMBV wurde für vielfältige Gespräche und das persönliche Kennenlernen vieler neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt. Diese Mitarbeitertage wirken sich sehr positiv auf die Entwicklung einer guten Unternehmenskultur aus und bieten vielen Mitarbeitern aufgrund der jährlich wechselnden Standorte die Möglichkeit des Erforschens der einzelnen Betriebs- und Sanierungsbereiche. Das Jahr 2015 war für die LMBV erfolgreich in vielerlei Hinsicht. Zum einen haben wir die Sanierungsziele weitestgehend erreicht und bis zum 31. Dezember wird die LMBV in der Braunkohlesanierung Leistungen in einem Finanzierungsumfang von circa 255 Millionen Euro umgesetzt haben. Davon in den Maßnahmen nach rechtlicher Verpflichtung entsprechend § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung 186 Millionen Euro (Grundsanierung), für die Maßnahmen gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs entsprechend § 3 des Verwaltungsabkommens circa 57 Millionen Euro und für Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards in alleiniger Finanzierung durch die Braunkohleländer entsprechend § 4 des Verwaltungsabkommens circa 12 Millionen Euro. Im Bereich Kali-Spat-Erz werden wir bis zum Jahresende Gesamtmittel in Höhe von circa 24 Millionen Euro für die notwendigen Aufgaben eingesetzt haben.

Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle den Finanziers, dem Bund und den Ländern, für die flexible und unkomplizierte Handhabung der Finanzierung entsprechend der vorgegebenen Rahmenbedingungen aussprechen. Wir haben aber auch einen deutlichen Erkenntniszuwachs bei der Suche nach tragfähigen Lösungen zur Herstellung der geotechnischen Sicherheit von Kippen und der Optimierung von Konzepten zur Behandlung bergbaulich beeinflusster Fließgewässer erlangt. Ich werde nachfolgend noch näher auf diese Themenkomplexe eingehen. Zunächst jedoch einige Informationen zur Lage im Unternehmen.

Nach dem im vergangenen Jahr mit Eintragung im Handelsregister die förmliche Verschmelzung der LMBV mit der damaligen „Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH“ erfolgte, wurde in diesem Jahr der Prozess der so genannten inneren Verschmelzung vollzogen. Mit Bildung des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz am Standort Sondershausen zum 1. Oktober wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Gleichzeitig erfolgte zu diesem Zeitpunkt die Zuordnung der liegenschaftlichen, kaufmännischen und Personalprozesse in die bestehenden zentralen Bereiche der LMBV, allerdings mit Sitz in Sondershausen. Die Geschäftsführung bedankt sich für das große Engagement bei der Schaffung der dafür notwendigen personellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen bei den Führungskräften und Mitarbeitern sowie den Vertretern der Betriebsräte. Zusammen mit der Verschmelzung der GVV und der Neuausrichtung unserer internen Strukturen an die zukünftigen Aufgaben, wurde auch das Leitbild der LMBV neu gefasst. Dem Selbstverständnis der LMBV entsprechend war dies ein offener und transparenter Vorgang, in dem auch die Mitarbeiter direkt einbezogen wurden. Das Leitbild der LMBV besitzt drei Säulen, die unsere Aufgabe, unser Selbstverständnis in der Erfüllung dieser Aufgaben und die LMBV als soziales und leistungsorientiertes Unternehmen beschreiben. Wir sind damit gut für die Zukunft aufgestellt.

Das Jahr 2015 war auch von Veränderungen in unserer Personalstruktur geprägt. Durch Personaleinstellungen ist die Belegschaft jünger geworden. Über 50 Prozent unserer Belegschaft sind Frauen. Die Leitungsfunktionen der LMBV werden zu 42 Prozent von Frauen wahrgenommen. Die LMBV ist damit auch in dem Punkt der Gleichbehandlung und Gleichstellung ein sehr erfolgreiches Unternehmen. Erfolgreich konnten auch 23 Auszubildende der LMBV ihre Ausbildung beenden, darunter ein Azubi als Jahrgangsbester seines Faches als Monteur im Elektroanlagenbau der IHK Cottbus. Wir freuen uns darüber und bedanken uns ausdrücklich bei unserem Gesellschafter und den Finanziers, dass die Ausbildung von jungen Menschen weiterhin als ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenstätigkeit gesehen wird. Auch international war das Wissen der LMBV gefragt und zwei langjährige Projekte in Vietnam und China konnten erfolgreich beendet werden. Das Knowhow der LMBV als Bergbauunternehmen mit vielen neuen Verfahren der Wasserbehandlung, der geotechnischen Sicherung von Lockergesteinen, aber auch der Erfahrungsaustausch bei der Erarbeitung moderner nachhaltiger Sanierungskonzepte findet international große Beachtung.

Sehr geehrte Damen und Herren, im Folgenden möchte ich Sie über den Sanierungsfortschritt in einigen ausgewählten Projekten informieren. Ich lade Sie dazu auf eine Revierbefahrung in die Lausitz, nach Mitteldeutschland und den Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz ein.

Zunächst zur Lausitz:

Im Rahmen der bergbaulichen Grundsanierung steht die Herstellung der geotechnischen Sicherheit an den Böschungen und Kippen der Tagebaue in der Lausitz noch im Zentrum unserer Arbeiten. Kernpunkte der Arbeiten waren zum einen die Fortführung von Verdichtungsmaßnahmen mittels Rütteldruckverfahren zum Beispiel am Restloch Greifenhain und am Restloch 40 in Lauchhammer. Zum anderen wurden die Fragen zu Herstellung der geotechnischen Sicherheit auf den Innenkippen der Lausitzer Tagebaue intensiv weiter bearbeitet. Die komplexe Bewertung durch anerkannte Sachverständige für Geotechnik erfolgte auf Basis der im Geotechnischen Beirat der LMBV entwickelten und mit den Bergbehörden abgestimmten „Handlungsgrundsätze“. Im Ergebnis der Komplexbewertung wurden Aussagen getroffen:

  • zu den geotechnischen Gefährdungen,
  • zu möglichen Sanierungskonzepten,
  • zu Flächengrößen mit und ohne Sicherungsbedarf,
  • Empfehlungen zur Aufhebung von Sperrbereichen und
  • Empfehlungen zu möglichen Nutzungsänderungen

jeweils unter Berücksichtigung der bergrechtlichen Verantwortung der LMBV bzw. der außerhalb des Bergrechts befindlichen Flächen in Wahrnehmung der Projektverantwortung gemäß § 3 des Verwaltungsabkommens. Die LMBV verfügt damit über eine Grundlage für die weitere Planung. Nun sind im nächsten Schritt Abstimmungen mit dem Bund und den Ländern hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu führen.  

Eine wichtige Maßnahme zur Sicherung der Innenkippenflächen ist das Verfahren der schonenden Sprengverdichtung, was in diesem Jahr weiter erfolgreich auf den Innenkippen der Tagebaue Seese-West und Seese-Ost in Brandenburg getestet wurde. Ein weiterer Projektschwerpunkt in der Lausitz war im ostsächsischen Tagebau Berzdorf die Herstellung eines zusätzlichen Stützkörpers am Steilufer entlang der Ortslage Deutsch-Ossig sowie die umfangreichen geotechnischen Sicherungsmaßnahmen in der so genannten „Erweiterten Restlochkette“ vom Tagebau Spreetal über die Tagebaue Sedlitz, Skado, Koschen bis zum Tagebau Meuro-Süd.

Entsprechend des erreichten Sanierungsstandes wurde auch die Flutung und Gewässernachsorge der Bergbaufolgeseen mit rund 60 Millionen Kubikmeter eingeleitetem Wasser in der Lausitz und 20 Millionen Kubikmeter in Mitteldeutschland fortgeführt. Schwerpunkt dabei war das Speicherbecken Bärwalde mit circa 19 Millionen Kubikmeter und der Zwenkauer See mit circa 12 Millionen Kubikmeter.

Zur Entwicklung der Wasserbeschaffenheit in den Bergbaufolgeseen erfolgte die Weiterführung der Inlake-Neutralisation mittels Sanierungsschiff im Schlabendorfer See, in Burghammer und in Lohsa II. Hier werden damit die Voraussetzungen für den Beginn des Probebetriebes im künftigen Wasserspeicher Lohsa II geschaffen. Im Scheibesee wurde das Verfahren zum Einbringen von Neutralisationsmittel über getauchte Schwimmdüsen in Kombination mit dem Einbringen von Kohlendioxidzur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Neutralisation weiterentwickelt und getestet. Auch bei der Bewältigung der Wasserbeschaffenheitsentwicklung der Fließgewässer sind wir in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen. Die seit dem Jahr 2012 eingeleiteten Maßnahmen zeigen gute Erfolge. Dies gilt insbesondere für den Schutz des Spreewaldes, wo die ausgeleiteten Frachten über die Spree-Zuflüsse teilweise um circa das Zehnfache reduziert werden konnten. Gleichzeitig konnte damit die Eisenkonzentration im Gesamtverlauf der Spree von der Talsperre Spremberg bis nach Berlin auf unter 1 mg/l gesenkt werden. Dieser Wert liegt unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze für Eisen. Auch im sächsischen Einzugsbereich der Spree wurden erste technische Maßnahmen umgesetzt. Bei dem im November 2014 in Betrieb gegangenen innovativen Verfahren zur „Mikrobiellen Eisensulfatminderung“ helfen uns die im Boden vorhandenen Bakterien, Eisen und Sulfat im Untergrund zu binden. So konnten bisher die Eisenbelastungen an der Ruhlmühle im Zustrom zur Spree schon um 40 Prozent gemindert werden, Sulfat immerhin schon um 20 Prozent. Diese sehr guten Ergebnisse der ersten Betriebsphase lassen eine spürbare Minderung im Regelbetrieb erwarten. Zur Reduzierung des Zutritts von stark eisenbelasteten Grundwässern in die Kleine Spree hat die LMBV am gestrigen Tag nach erfolgreichen Funktionstests eine Anlage in Betrieb genommen, in der über zwei Filterbrunnen Grundwasser gehoben und über eine 5,5 Kilometer lange Rohrleitung der Vattenfall Wasserbehandlungsanlage in Schwarze Pumpe zugeleitet wird. Die Erweiterung der Anlage erfolgt im Jahr 2016.

Gleichzeitig hat die LMBV auf der Grundlage ihres Konzeptes vom November 2014 ihre wissenschaftliche Arbeit zum Umgang mit dem anfallenden Eisenhydroxidschlamm weitergeführt. Im Vordergrund steht die stoffliche und wirtschaftliche Verwertung. Aber auch die mögliche Verspülung in Tagebauseen und die gegebenenfalls notwendige Anlage einer Monodeponie sind weitere Optionen. In Bezug auf die Sulfatbelastung der Spree wurde durch die Fachgutachter prognostiziert, dass der Höhepunkt der Belastungen nahezu erreicht ist und über ein qualifiziertes Wassermengenmanagement in der Spree die negativen Auswirkungen auf ein akzeptables Maß begrenzt werden können. Bei den Gefahrenabwehrmaßnahmen gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstieges konnte im Beisein von Landrat Siegurd Heinze mit der Inbetriebnahme des vierten Horizontalfilterbrunnens in der Stadt Senftenberg am gestrigen Tag ein weiterer Meilenstein gesetzt werden. Ein umfangreiches und langfristiges Projekt stellt die Sicherung der Uferböschungen am Alttagebau Knappensee infolge des Grundwasserwiederanstiegs dar. Der Routinebetrieb der Verdichtungsarbeiten konnte nach umfangreichen Voruntersuchungen im dritten Quartal dieses Jahres starten. Die Sanierung wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Wir verlassen nun die Lausitz und kommen auf unserer Befahrung nach Mitteldeutschland. Im Tagebau Nachterstedt sind die Arbeiten der LMBV auf der Grundlage des 2014 beschlossenen Sanierungskonzeptes im Jahr 2015 planmäßig weitergeführt worden. Wesentlicher Bestandteil ist die Neugestaltung des Rutschungskessels. Die Teilmaßnahme „Schließung kleiner westlicher Rutschungskessel“ ist Anfang Juni abgeschlossen worden. Die Sanierung der westlich und östlich anschließenden Tagebauböschungen erfolgt seit Juli durch Herstellung von versteckten Dämmen im Rütteldruckverfahren mit inzwischen drei Gerätekomplexen, die gleichzeitig im Zwei-Schichtbetrieb tätig sind. Hierzu sind täglich 1.300 Tonnen Stopfmaterial erforderlich, was eine große logistische Herausforderung darstellt. Im Oktober begannen auch die Sicherungsarbeiten an der Nordböschung im Schadelebener Bereich, wo mittels leichter Rütteldruckverdichtung die Trittsicherheit hergestellt wird. Wir liegen mit unseren Maßnahmen nach wie vor im vereinbarten Zeitplan. Die aktuell größte Baustelle im Südraum von Leipzig ist der Harthkanal, die künftige Gewässerverbindung zwischen dem Cospudener und dem Zwenkauer See. Die in diesem Jahr in Umsetzung befindliche Baugrundvergütung des gekippten Geländes erfordert auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern eine Rüttelstopfverdichtung in bis zu 25 Meter Tiefe. Insgesamt sind über 13.000 Stopfsäulen erforderlich und 145.000 Kubikmeter Material einzubauen. Diese Arbeiten werden im ersten Quartal 2016 abgeschlossen. Danach ist bis zum Jahr 2018 der Bau des Kanals und aller begleitenden Bauwerke geplant. Auch im mitteldeutschen Revier nehmen die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs einen breiten Raum ein. Durch den Gewässerausbau des Lobers, auf einer Länge von immerhin 6 Kilometern, werden über 200 Gebäude in der Stadt Delitzsch von den Folgen des Grundwasserwiederanstiegs geschützt. Daneben wurden aber auch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen gegen Vernässungen in Folge des Grundwasserwiederanstiegs in Sachsen-Anhalt, Westsachsen und Thüringen realisiert. Die notwendigen Untersuchungen im thüringischen Schelditz gegen die anstehenden Vernässungsgefahren bei einem gleichzeitigen Austrag von Schadstoffen aus dem ehemaligen Teerverarbeitungswerk Rositz wurden in gemeinsamer Beauftragung mit dem Thüringischen Umweltministerium durchgeführt. Die weitere Vorgehensweise zur Projektbearbeitung muss zeitnah im Steuerungs- und Budgetausschusses behandelt werden.

Folgen sie mir bitte nun in den Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz. Am Standort des Bergwerkes Bischofferode wurden die Arbeiten zur Verwahrung der Tagesschächte planmäßig fortgesetzt. Im Schacht Neubleicherode wurde der Aufbau der Schachtverfüllsäule durch Hartgesteinschotter im Oktober 2015 beendet. Der Versatz des Bergwerkes Elbingerode im Harz hat nach der Zulassung des Landesbergamtes Sachsen-Anhalt in dieser Woche auf der ersten Sohle begonnen. Im Kalibergwerk Volkenroda erfolgt planmäßig die Flutung des Grubengebäudes. Die in diesem Jahr niedergebrachte Erkundungsbohrung Pöthen wird durch die K-UTEC mit Überwachungsgeräten ausgestattet. Damit kann das Monitoring zur Laugenstandsentwicklung des Grubenfeldes zukünftig genauer durchgeführt werden. Die LMBV arbeitet weiter intensiv an der Reduzierung der Salzfracht, die durch die Kalihalden im Südharzrevier in die Vorfluter Wipper, Unstrut und Saale eingetragen werden. In diesem Jahr ist ein Konzept erarbeitet worden, um durch eine gezielte Haldenüberdeckung und Haldenbegrünung diese Belastung weiter zu reduzieren. Darüber hinaus werden machbare Alternativen weiter untersucht.

Ich habe versucht, Ihnen im Rahmen der Präsentation ausgesuchter Sanierungs- und Verwahrungsmaßnahmen den Fortschritt in den Projekten aufzuzeigen und einen Ausblick auf die noch anstehenden Herausforderungen der Bergbausanierung zu vermitteln. Wie alle Großprojekte steht auch die Bergbausanierung stets im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Es gilt unsere Arbeit zu erklären und zu vermitteln. Ich bin davon überzeugt, dass die LMBV hier durch ihre aktuellen Informationen auf ihrer Homepage, in Pressegesprächen, auf Baustellentagen, in den bestehenden und natürlich durch die Mitwirkung in den Arbeitskreisen und Ausschüssen einen guten und umfassenden Weg gefunden hat, die Beteiligten und die Bürger auf dem Weg mitzunehmen. Es bleibt aber ein permanenter Anspruch, dies auf hohem Niveau fortzuführen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte mich bei unserem Gesellschafter und den Finanziers recht herzlich für die positive Begleitung unserer Geschäftstätigkeit und das ausgesprochene Vertrauen gegenüber der Geschäftsführung und Belegschaft der LMBV bedanken. Ich danke auch allen Akteuren des Gemeinschaftswerkes Braunkohlesanierung, den Kommunen und Vertretern der Berg- und Umweltbehörden, den für uns zuständigen Ministerien und unseren zahlreichen Geschäftspartnern. Werte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durch Ihre gute Arbeit, durch Ihren Fleiß und das große Engagement bei der Lösung schwieriger Themen haben Sie den Grundstein für die erreichten Unternehmensziele 2015 gelegt, dafür spreche ich Ihnen, auch im Namen von Herrn Dr. Meyer, einen ganz besonderen Dank aus. Ich wünsche allen ein gutes Barbarafest! Glückauf!“

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