LMBV: Ferngesteuerte Raupe unterstützt Berge-Rampen-Bau am Tagebau Nachterstedt

Bergung des havarierten Seilbaggers bis Ende November vorgesehen

Senftenberg/Nachterstedt. Die LMBV hat am 23.09.2016 auf die Fragen des Redakteurs Uwe Freitag von der BILD-Redaktion Halle wie folgt Auskunft gegeben:

  1. Bis wann soll die Rampe fertig sein, die zurzeit mit einem unbemannten Bagger errichtet wird? Die Bergerampe für den havarierten Seilbagger, der ein Gewicht von 306 Tonnen (mit Ausrüstung) hat, soll entsprechend der gesondert erarbeiteten Bergungskonzeption bis Ende Oktober 2016 errichtet sein.
  2. Lässt sich ungefähr sagen, wie viele Tonnen Erdreich an der Stelle bewegt werden müssen? Um die Rampe zu bauen, mussten zunächst 10.000 Kubikmeter Böschungsmaterial umgelagert und dann insgesamt 30.000 Tonnen tragfähiges Material (Grobschlag; Verbau-Steine) eingebaut werden.
  3. Wie lange wird es, wenn die Rampe errichtet ist, schätzungsweise/ungefähr noch dauern, bis der Bagger wieder an Land ist? Das Ziel der LMBV ist es, die Bergung bis voraussichtlich Ende November 2016 durchgeführt zu haben.
  4. Wird der Bagger dann verschrottet oder kann der repariert werden? Der Seilbagger mit der Rüttelausrüstung ist noch intakt und funktionstüchtig – daher arbeiten die LMBV und die von ihr beauftragten Firmen an der Bergung. Ein weiterer Einsatz des Großbaggers zum Verdichten von Böschungsabschnitten ist nach einer Sicherheitsrevision vorgesehen.
  5. Gibt es Schätzungen, was die Bergung kosten kann/wird? Eine Aussage zu den Kosten kann derzeit von den Verantwortlichen vor Abschluss der Bergung noch nicht getroffen werden.
  6. Wie weit vom Bagger sind die Menschen/der Mensch entfernt, die diesen mittels Joystick bewegen? Die Joystick-Bediener der Fernsteuerung der speziell zum Einsatz gebrachten mannlosen Raupe wie auch für den per Fernsteuern dann aus dem Gefahrenbereich zu fahrenden Bagger bewegen sich entlang der Sicherheitslinie, die von den Sachverständigen ermittelt worden ist. Dies kann eine maximale Ausdehnung von bis zu 200 Meter Entfernung sein.
  7. Für Laien klingt das alles abenteuerlich und aufregend. Ist diese Art der Bergung tatsächlich etwas Außergewöhnliches (wie es Außenstehenden scheint) oder aus Sicht der LMBV eher Routine? „Dies ist tatsächlich kein Alltagsgeschäft“, wie der zuständige LMBV-Abteilungsleiter Dietmar Onnasch bestätigt. „Oberster Grundsatz ist aber das Wahren der Sicherheit für alle Beteiligten vor Schnelligkeit.“

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