LMBV: Eisenbelastung der Pleiße / Folge-Workshop informiert über Sachstand der Gewässergüte-Verbesserungen der Pleiße

Flusslauf der Pleiße am Stausee Rötha

Vertreter von Kommunen, Behörden, Bürgerinitiative und Sanierungsträger im fachlichen Diskurs

Neukieritzsch. Am 11. April 2018 informierte die LMBV in einer gemeinsamen Folgeveranstaltung die Workshop-Teilnehmer über den aktuellen Untersuchungsstand und die neuen Erkenntnisse zur Gewässergüteverbesserung der Pleiße. Unter dem Punkt Maßnahmen und Studien sind ab sofort die abgeschlossenen Untersuchungen zur Abschätzung der Sedimentationsgeschwindigkeit von Eisen sowie der Instationären Modellierung zur Einbindung der Pleiße in den Kahnsdorfer See zur Sedimentation von EHS abrufbar.

Der Teilnehmerkreis bestand aus dem Bürgermeister der Gemeinde Neukieritzsch, Vertretern der Gemeinden Borna, Böhlen und Rötha, den Vertretern der zuständigen Behörden Sächsisches Oberbergamt und Landratsamt Landkreis Leipzig, der Bürgerinitiative Kahnsdorfer See, der Landestalsperrenverwaltung, des Zweckverbandes Planung und Erschließung Witznitzer Seen sowie des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen und des Sanierungsträgers LMBV. 

Zunächst gab Prof. Dr. Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband als Einladender und Moderator eine kurze Einführung mit Standortbestimmung zum erreichten Sachstand. Im Anschluss informierten Mitarbeiter der LMBV über den aktuellen Untersuchungs- und Bearbeitungsstand der derzeit laufenden bzw. seit dem 1. Workshop abgeschlossenen Untersuchungen.

Neben vertiefenden Sedimentationsuntersuchungen zur Abschätzung der Sedimentationsgeschwindigkeit von Eisenhydroxid konnte auch eine Modellierung zum Lösungsansatz der Einbindung der Pleiße in den Kahnsdorfer See abgeschlossen werden. Hierbei zeigte sich, dass allein die natürlichen Sedimentationsraten nicht ausreichend sind, um die Zielwerte für Eisen im Auslauf des Kahnsdorfer Sees beim Durchleiten der Pleiße zu erreichen.

Darüber hinaus wurde der aktuelle Bearbeitungsstand der Wirksamkeitsbewertung der verschiedenen Varianten zur Behebung der Eisenbelastung in der Pleiße dargestellt. Ziel ist es, eine Priorisierung der einzelnen Varianten basierend auf der prognostizierten Eisenreduktion in der Pleiße zu erreichen. Weiterhin wurde der Arbeitsstand der Grundlagenermittlung zur (Teil)-Einleitung der Wyhra in den Hainer See dargestellt, welche aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Pleiße einen positiven Beitrag zur Umsetzbarkeit und Wirksamkeit verschiedener anderer Lösungsansätze verspricht.

Nach einem regen und konstruktiven Austausch verständigten sich die Teilnehmer darauf, den nächsten Workshop in gleicher Runde voraussichtlich im 4. Quartal 2018 durchzuführen. In Fortführung dieser transparenten Informationspolitik seitens der LMBV werden die neuen Erkenntnisse im Gesamtprojekt, d. h. auch die o. g. abgeschlossenen Untersuchungen, wie gewohnt auf folgender Internetseite dargestellt:
https://www.lmbv.de/index.php/loesungen-fuer-die-pleisse.html

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