LMBV: Freigabe der Landstraße L 60 am 01.12.2015 erfolgt / Verkehr rollt ab 10:45 Uhr

Aufwendiges Sichern der Landstraße auf Kippengelände war notwendig

Senftenberg/Lichterfeld. Am 1. Dezember 2105 wurde ein grundhaft sanierter Abschnitt der Landstraße L 60 zwischen Lauchhammer und Lichterfeld freigegeben. Damit ist die direkte Verbindung zwischen den Kreisstädten Senftenberg und Finsterwalde nach fünfjähriger Sperrzeit wieder frei. Die Verbindung hat auch überregionale Bedeutung für die Erreichbarkeit der touristischen Highlights des Seenlandes. So ist die Verbindung zum Besucherbergwerk F 60 in Lichterfeld aus südlicher Richtung ebenso wieder möglich, wie die der Biotürme oder des Kunstgussmuseums in Lauchhammer aus nördlicher Richtung.

Der jetzt freigegeben Abschnitt E1 hat eine Länge von 2.660 Meter. Die Straße wurde in diesem Bereich komplett abgetragen und das Gelände aufgefüllt, um eine grundwasserferne Überdeckung zu gewährleisten. Durch die Firma TDE erfolgte in den Jahren 2012/13 die Verfüllung der seitliche Tieflagen und die vorbereitenden Arbeiten für die L 60. Für den Aufbau der Straße wurde durch die LMBV die Firma Richard Schulz Tiefbau GmbH beauftragt, die die Arbeiten in diesem Jahr ausführte. Dazu gehörte die Fertigstellung der Verkehrsdämme, der Einbau von Geogittern als Sicherungspolster sowie die Asphaltierung der 6,50 Meter breiten Fahrbahn. Dazu wurden eine 10-Zentimeter-Tragschicht, eine 6-Zentimeter-Bindeschicht und eine 4-Zentimeter hohe Deckschicht eingebaut. Den Abschluss der Arbeiten bildete das Anspritzbegrünen der Straßenböschungen.

Historie und Ausblick:

Die Sanierung der L 60 zwischen Lichterfeld und Kostebrau ist auf einer Gesamtlänge von 16 km notwendig. Die Maßnahmen entsprechen den Festlegungen des „Sanierungsplanes Lauchhammer I“. Sie begannen mit der Verlegung des 2.780 Meter langen Abschnittes zwischen Schipkau und Kostebrau zwischen Juni 2002 und Dezember 2005. Der alte Trassenverlauf der L 60 befand sich in einer Tieflage, die sich mit aufsteigendem Grundwasser in eine Vernässungsfläche verwandelt hätte. Es bestand die Notwendigkeit der Auffüllung der Tieflage und der Verlegung der Straß auf eine völlig neue Trasse im zu verdichtenden Kippenmassiv.

Bis 2009 wurde dann der ca. 2,5 km lange Bereich westlich parallel des Bergheider Sees saniert. Wegen des schlechten Straßenzustandes erfolgte 2010 die Sperrung des jetzt fertig sanierten Abschnittes durch den Landesbetrieb für Straßenwesen. Einen Schwerpunkt der weiteren Arbeiten wird die grundhafte Sicherung des Abschnittes B zwischen Kostebrau und Lauchhammer bilden. Die Arbeiten sind im kommenden Jahr geplant und sollen nach nur 11-monatiger Sperrzeit beendet werden. Für die verbleibenden Abschnitte sind örtliche Umfahrungen vorgesehen.

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