LMBV: Geschäftsbericht 2018 auf Unternehmens-Homepage veröffentlicht

Geschäftsberichte seit 2009 entsprechend den gesetzlichen Regelungen einsehbar

Senftenberg. Die LMBV, eine Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, hat kürzlich ihren Geschäftsbericht für das zurückliegende Jahr veröffentlicht. Die LMBV ist als Zuwendungsempfängerin nicht am Markt mit der Absicht der Erzielung von Gewinnen tätig. Insoweit unterliegen die operativen Tätigkeiten den Besonderheiten der Finanzierung durch Zuwendungen, sodass die Steuerung der Gesellschaft im Wesentlichen über das jeweils geltende (ergänzende) Verwaltungsabkommen sowie den jeweils jährlich genehmigten Wirtschaftsplan und den darin enthaltenen Teilplänen erfolgt.

Die LMBV als Bergbauunternehmen und Projektträger der Braunkohlesanierung erfüllte ihre Aufgaben unter Beachtung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit auch im Jahr 2018 erfolgreich. Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stammt vom 24.04.2019.

Am 31. Dezember 2018 waren 680 Mitarbeiter (inkl. Bund-Länder-Geschäftsstelle, aber ohne Auszubildende, ruhende Arbeitsverhältnisse und ATZ/Ruhephase) im Unternehmen tätig. Im Jahr 2018 standen zwölf neue Ausbildungsplätze zur Verfügung. Am 31. Dezember 2018 waren 32 Jugendliche in der Ausbildung und befanden sich 239 Mitarbeiter in Altersteilzeit.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Senftenberg befindet sich zu 100 % im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Im Gesellschaftsvertrag der LMBV vom 11. August 2014 wurde der Gegenstand des Unternehmens wie folgt definiert:

  • das Betreiben des Sanierungs- und Verwahrungsbergbaus und die Wahrnehmung der Verantwortung für die der Gesellschaft übertragenen Betriebe und Aufgaben, vornehmlich des Braunkohlen-, Kali-, Spat- und Erzbergbaus, nach Maßgabe der Rechtsvorschriften, insbesondere des Bundesberggesetzes, und
  • die Nutzung und Verwertung von Vermögenswerten der Gesellschaft, insbesondere von Grundstücks- und Bergwerkseigentum.

Mit Datum vom 20. Dezember 1995 hatte die LMBV vom Bundesministerium der Finanzen eine Finanzierungszusage des Inhalts erhalten, dass die Bundesrepublik Deutschland, die nicht durch die Gewährung von Zuschüssen oder sonstigen Zahlungen Dritter abgedeckten notwendigen Ausgaben für die Erfüllung der bergrechtlichen Sanierungspflichten gemäß Bundesberggesetz (BBergG) und anderer einschlägiger Bestimmungen trägt, soweit diese vor dem 1. Juli 1990 entstanden sind und die LMBV wegen § 58 Abs. 2 BBergG zur Durchführung von Maßnahmen verpflichtet ist.

Die Finanzierung der Braunkohlesanierung erfolgte im Geschäftsjahr 2018 auf Basis des fünften ergänzenden Verwaltungsabkommens vom 2. Juni 2017 (VA VI), das für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 gilt. Es umfasst ein Gesamtvolumen von EUR 1.230 Mio., davon für Maßnahmen zur Erfüllung der Rechtsverpflichtung der LMBV zur Bergbausanierung EUR 910 Mio. gemäß § 2 VA VI und für Maßnahmen zur Abwehr von Gefährdungen im Zusammenhang mit dem Wiederanstieg des Grundwassers EUR 320 Mio. gemäß § 3 VA VI.

Alle Zahlenangaben und Fakten sind dem Bericht 2018 entnommen.

Geschaeftsbericht_LMBV_2018.pdf (PDF 472,1 kB)

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