LMBV: Modulare Wasserbehandlungsanlage für Minderung der Eisenbelastung in der Kleinen Spree

Baustart der modularen Wasserbehandlungsanlage Burgneudorf

Senftenberg/Burgneudorf. Am 1. September 2016 begann die LMBV mit dem Bau einer neuartigen, modularen, containergestützten Wasserbehandlungsanlage (WBA) am Standort der ehemaligen Grubenwasserreinigungsanlage Burgneudorf. Zur Vorbereitung der Neubauleistungen wurden bereits im 1. Halbjahr 2016 der Abriss der

ehemaligen Schaltwarte zur Baufeldfreimachung sowie der Ersatzneubau eines Durchlassbauwerkes über das vorhandene Gefluder realisiert. Die containerbasierte, modulare Wasserbehandlungsanlage Burgneudorf ist ein weiterer Schritt zur Reduktion der Eisenhydroxidbelastung im Südraum der Spree.

Insgesamt werden zehn Brunnen als Abfangriegel südöstlich von Burgneudorf an der Kleinen Spree errichtet. Sie werden künftig das mit Eisen belastete Grundwasser sammeln und zur modularen WBA abschlagen. Diese Aufbereitungsanlage setzt sich aus mehreren Containern mit verschiedenen Funktionen zusammen. Entsprechend der eruierten Eisengehalte kann die Größe der Anlage durch Erweiterung der Containeranzahl angepasst werden. Die WBA wird zunächst für eine Wasseraufbereitungskapazität von 100 l/s ausgelegt. Die WBA ist ein modulares Anlagensystem, dass bei der Reinigung (d.h. Enteisenung) der im geplanten Abfangriegel gehobenen, stark eisenhaltigen Grundwässer durch den Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln einen Wirkungsgrad der Eisenretention von 90 Prozent garantiert. Der abgetrennte Eisenhydroxidschlamm (EHS) wird maschinell entwässert und soll dann einer Verwertung statt einem Entsorgungsweg zugeführt werden. Diese flexible Lösung ist die erste ihrer Art in der Lausitz. Sie wird voraussichtlich Ende 2017 in Betrieb genommen. Zielstellung ist es, mit Hilfe der Gesamtanlage ca. 400-600 Kilogramm Eisen pro Tag vor Eintritt in die Kleine Spree aus dem Grundwasseranstrom abzufangen.

Zwei weitere Standorte im Spreegebiet-Südraum für den Einsatz dieser innovativen Wasserbehandlungsanlagen befinden derzeitig im Planungsprozess: im Bereich der Ortslage Neustadt/Spree sowie in Döschko im Bereich der Ruhlmühle.

In der Planung befinden sich im Bereich der Kleinen Spree zudem vier weitere Brunnen zur Ergänzung der bereits errichteten zwei Pilotbrunnen sowie ein Horizontaldrainagesystem. Beide Abfangriegel befinden sich in der Nähe der Ortslage Spreewitz-Ausbau. Durch diese Maßnahmen soll künftig der Eisenzustrom aus dem Grundwasserleiter in die Kleine Spree deutlich reduziert werden.

Seit 2013 setzen alle an der Problemlösung Beteiligten, die LMBV, die verantwortlichen Behörden, die Boden- und Wasserverbände und die Kommunen einen Maßnahmenkatalog um, der darauf abzielt, die Verockerung von Fließgewässern in der Lausitz kurz- und mittelfristig zu reduzieren und das Problem langfristig an den Quellen zu lösen.

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