LMBV: Seismisches Ereignis im stillgelegten Kalibergwerk Volkenroda/Pöthen

Auslöser: planmäßige Flutung

Senftenberg/Menteroda. Am 14.06.2019 ereignete sich um 2:03 Uhr nachts in der Grube Volkenroda ein seismisches Ereignis mit einer Lokalmagnitude von 2,0. Es wurde in der Ortslage Menteroda auch durch Anwohner wahrgenommen.

Mit seismischen Ereignissen moderater Stärke als Folge des Deformations- und Senkungsgeschehens im Bereich der Grubenhohlräume ist jederzeit zu rechnen. Die Seismizität im Bereich Volkenroda wird weiterhin begünstigt durch die stattfindende Durchfeuchtung im Bereich der alten Kali-Abbaufelder im Zuge der planmäßigen Flutung des Bergwerkes mit aufmineralisierten Lösungen und durch die vorhandene tektonische Vorprägung des Gebietes.

Letztendlich führen die eingeleiteten Lösungen zur Erhaltung der Grubenstandsicherheit, das heißt zur Stabilisierung verbliebenen Restpfeiler. Damit ist die Flutung die für diesen Standort optimale Variante, um ein dauerhaft standsicher verwahrtes Bergwerk zu erzielen. Die Sicherung wird durch ein umfangreiches seismisches und vermessungstechnisches Überwachungsprogramm begleitet, das durch einen Sonderbetriebsplan festgelegt und mit der thüringischen Bergbehörde (jetzt TLUBN) abgestimmt ist.

Gemäß dieses Betriebsplanes werden derzeit zu diesem Ereignis weitere Untersuchungen im Auftrag der LMBV durchgeführt. Neben einer fachgutachterlichen Bewertung erfolgt über dem Ereignisfeld ein Sondernivellement durch den zuständigen Markscheider, das nachweist, ob es an der Geländeoberfläche zu Senkungen im Millimeterbereich gekommen ist.

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