LMBV stellte weitere Ergebnisse einer 2. Studie zur südlichen Spree in Spremberg vor

Senftenberg. Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Spremberg informierte die LMBV auf einer Folge-Einwohnerversammlung über die Fortschreibung und die Ergebnisse einer „Zweiten Eisen-Studie zur südlichen Spree“ in Spremberg. Dabei verwies der Leiter der LMBV-Abteilung Geotechnik Eckhard Scholz auf die vorangegangenen Untersuchungen vorrangig im Bereich der Kleinen Spree, deren erste Ergebnisse auf einem Bürgerforum am 5. April 2011 präsentiert worden waren. Im Ergebnis wurde konstatiert, dass weitere wissenschaftliche Untersuchungen im südlichen Spreeraum zwingend für konkrete Projektplanungen notwendig seien. Danach ging es vor allem um eine weitere hydrochemische Erkundungsverdichtung, die Quantifizierung des Eisenpotentials und zeitliche Prognosen zum Eisenaustrag.

In der Folge wurden Länderübergreifende Abstimmungen zu den Aufgabenstellungen für weiterführende Untersuchungen geführt und im II. Quartal 2011 das Dresdener "IWB Dr. Uhlmann" von der LMBV beauftragt. Die sogenannte „Zweite Eisen-Studie“ wurde dann bis zum 30. September 2012 vom IWB Dr. Uhlmann erstellt. Darauf folgten fachliche Erörterungen und eine Leistungsabnahme durch den Auftraggeber LMBV am 6. November 2012. Auf Basis der Studie konnte eine weitere Länderübergreifende Erörterung der Ergebnisse am 23. November 2012 stattfinden. Die Behörden schätzten dabei ein, dass die Studie eine solide Basis für vertiefende, aufsetzende Planungen sein könne. Erfolge seien nur durch Umsetzung von komplexen Maßnahmen zu erreichen. Daher wurde eine strategische Herangehensweise zur Problembewältigung befürwortet.

Darauf aufsetzend konnte am 8. Januar 2013 das weitere Herangehen der LMBV öffentlich vorgestellt werden. Dr. W. Uhlmann erläuterte in Spremberg unterschiedliche Quellen und Entwicklungen der verschiedenen Eisenbelastungen im Bereich der südlichen Spree. Im Fazit hieß es, dass das Gesamtprojekt komplex und technisch anspruchsvoll sei und ein hoher finanzieller Mittelbedarf dafür bestehe. Der Vortrag und damit der Extrakt der Studie wird auf den Internetseiten der Stadt Spremberg als pdf-Download ab Mitte Januar 2013 angeboten werden.

Die LMBV beabsichtigt eine schrittweise ergebnisorientierte Umsetzung von Kurz-, Mittel- und Langfristmaßnahmen. Dazu ist eine weitere Projektentwicklung in enger Abstimmung und unter Mitwirkung aller am Prozess beteiligten Behörden, Kommunen und Institutionen notwendig. Erste Weichen werden dafür im Februar 2013 in den regionalen Sanierungsbeiräten gestellt. Am 9. April 2013 werden sich voraussichtlich die Financiers der Bergbausanierung. der Steuerungs- und Budgetausschuss von Bund und Ländern in Berlin mit einem konkreten Projektantrag der LMBV befassen.

Dieser erste umfangreiche Finanzierungsantrag der LMBV dient der grundsätzlichen Projektbestätigung und der Genehmigung für konkrete Planungen zu hydraulischen Abfangmaßnahmen (Gräben, Drainagen, Brunnensysteme), zur Nutzung von Aufbereitungsanlagen (GWRA Schwarze Pumpe und Burgneudorf) und zur Schlammentsorgung. Fortgesetzt werden sollen auch ein Grund- und Oberflächenwassermonitoring sowie die Erarbeitung eines „Dreidimensionales Grundwasserströmungsmodells“ im Auftrag der Bergbausanierer. Hinzu kommt die Entwicklung von Pilot- und Demovorhaben zur „Minderung von Eiseneinträgen in die Spree“.

Die Realisierung erster technischer Maßnahmen durch die LMBV könnte – bei Vorliegen der entsprechenden Genehmigungen – schrittweise ab 2014 erfolgen. Stand: 09.01.2013

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