Temporäre Einschränkungen durch Verwahrung von Filterbrunnen an ehemaligen Tagebauen in Sachsen-Anhalt und Sachsen

Leipzig. Im Bereich der ehemaligen Tagebaue Golpa-Nord, Gröbern und Goitsche/Baufeld Rösa werden beginnend ab Januar 2013 die Filterbrunnenstandorte ordnungsgemäß verwahrt. Filterbrunnen waren einst Bestandteil der Entwässerungsmaßnahmen der Tagebaue. Sie wurden jedoch mit fortschreitender Bergbausanierung sukzessive außer Betrieb genommen. Die LMBV ist im Rahmen ihrer bergrechtlichen Verantwortung verpflichtet, ehemalige Filterbrunnen endgültig und dauerhaft zu sichern, um eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit auszuschließen. Die Verwahrmaßnahmen laufen über das Jahr 2013. Es kommt zu temporären Einschränkungen in Gräfenhainichen, Zschiesewitz, Gröbern, Löbnitz und Sausedlitz:

Ehemaliger Tagebau Golpa-Nord – Gräfenhainichen, Zschiesewitz

Am ehemaligen Tagebau Golpa-Nord gibt es über 300 ehemalige Filterbrunnenstandorte. Alle werden auf mögliche Nachsackungen in der Brunnenröhre durch ein Bohrunternehmen kontrolliert. Die Filterbrunnen werden zunächst mit Baggerschürfen aufgesucht, danach werden die Brunnenröhren mit Hilfe von Bohrungen auf mögliche Hohlräume untersucht und anschließend verfüllt und dauerhaft gesichert.

Die Filterbrunnen am Tagebau Golpa-Nord erstrecken sich von Zschiesewitz im Westen über die ehemaligen Tagesanlagen in Ferropolis, über das Papsthaus bis zur Halde Goltewitz. Im Bereich der Gemeinde Zschiesewitz befindet sich ein Filterbrunnenstandort unter der gepflasterten Goltewitzer Straße. Hier kommt es für den Zeit-raum von maximal einer Woche zu temporären Einschränkungen des Straßenverkehrs.

Im Bereich der Zufahrt zu den ehemaligen Tagesanlagen Ferropolis kommt es zu baubedingten Behinderungen bei der Zufahrt nach Ferropolis. Eine komplette Straßensperrung soll vermieden werden. Ebenso wird darauf geachtet, dass die Verwahrarbeiten nur außerhalb der Festivalzeiten stattfinden.

Ehemaliger Tagebau Gröbern – Gräfenhainichen, Gröbern

Am ehemaligen Tagebau Gröbern gibt es über 230 ehemalige Filterbrunnenstandorte. Alle werden auf mögliche Nachsackungen in der Brunnenröhre durch ein Bohrunternehmen kontrolliert. Die Filterbrunnen werden zunächst mit Baggerschürfen aufgesucht, danach werden die Brunnenröhren mit Hilfe von Bohrungen auf mögliche Hohlräume untersucht und anschließend verfüllt und dauerhaft gesichert. Neben der Kontrolle der bereits verwahrten Brunnen werden auch alle noch vorhandenen Filterbrunnenstandorte zurückgebaut und verwahrt.

Die Filterbrunnen erstrecken sich entlang des Rundweges um den kompletten Tagebau Gröbern, wobei sich insgesamt neun Standorte unter nicht asphaltierten Wirtschaftswegen befinden. Während der Verwahrarbeiten sind die Wirtschaftswege für den Fahrzeugverkehr temporär gesperrt. Radfahrer und Wanderer werden an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Filterbrunnenstandorte unter dem Wirtschaftsweg werden nur in den kälteren Monaten verwahrt, wenn eine geringere touristische Nutzung zu erwarten ist.

Ehemaliger Tagebau Goitsche/Baufeld Rösa – Löbnitz, Sausedlitz

Am ehemaligen Baufeld Rösa des Tagebaus Goitsche gibt es über 300 ehemalige Filterbrunnenstandorte. Alle werden auf mögliche Nachsackungen in der Brunnenröhre durch ein Bohrunternehmen kontrolliert. Die Filterbrunnen werden zunächst mit Baggerschürfen aufgesucht, danach werden die Brunnenröhren mit Hilfe von Bohrungen auf mögliche Hohlräume untersucht und anschließend verfüllt und dauerhaft gesichert. Neben den Verwahrarbeiten werden vereinzelt Wegeinstandsetzungsar-beiten am asphaltierten Wirtschaftsweg durchgeführt.

Die Filterbrunnenstandorte konzentrieren sich hauptsächlich auf den Nord-, Ost- und Südbereich des ehemaligen Tagebaues. Insgesamt befinden sich 15 Standorte unter dem asphaltierten Wirtschaftsweg, hauptsächlich im Bereich der Nordböschung. Für die Zeit der Verwahrarbeiten wird der Weg temporär an den ehemaligen Brunnen-standorten gesperrt werden. Radfahrer und Wanderer werden an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Wegeinstandsetzungs- und die Verwahrarbeiten werden bis Anfang Mai 2013 abgeschlossen sein. Die Maßnahme wird entsprechend ausgeschildert.

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