Sanierungsabschnitt II: Rutschungskessel

Der zukünftige Concordiasee soll gemäß Abschlussbetriebsplan einer weitgehend uneingeschränkten öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Im Bereich der Böschungsbewegung ist ein standsicheres Böschungssystem herzustellen.

Die Sanierung erfolgt in 5 Teilmaßnahmen:

Teilmaßnahme 1

Herstellung einer Zufahrt zum Rutschungskessel für leichte Baugeräte und Durchführung von Erkundungsmaßnahmen sowie den Abtrag von Boden im Bereich der abgerutschten Häuser.

Anmerkung nach Abschluss der Teilmaßnahme 1 (28.07.2015)
Im Ergebnis der Erkundungsmaßnahmen, welche nach Herstellung der Zufahrt nun erstmalig direkt im Rutschungskessel selbst durchgeführt werden konnten, wurden Böden mit einer verminderten Standsicherheit gefunden. Um den erforderlichen Stützkörper im Rutschungskessel errichten zu können, müssen die Böden durch eine vorlaufende Verdichtung gesichert werden.
Diesem Umstand Rechnung tragend, wird eine zusätzliche Teilmaßnahme 5 „Rüttelverdichtung östlicher Rutschungskessel“ und ein zweigeteilter Einbau des Stützkörpers (Teilmaßnahme 4 in 4a und 4b) im Rutschungskessel erforderlich.
Der bisher in der Teilmaßnahme 3 vorgesehene Damm und die östliche Rampe sind nicht mehr erforderlich.

Teilmaßnahme 2

Herstellung einer Hauptzufahrtsrampe von der Bahnhofstraße aus in den nicht abgerutschten Teil der Südböschung. Über diese Rampe können Baugeräte und Erdmassen in den Rutschungskessel transportiert werden. Es erfolgt eine Erdmassengewinnung im Vorland des Rutschungskessels (Kopfentlastung) mit welchen der westliche (kleine) Rutschungskessel aufgefüllt wird.

Teilmaßnahme 3 (geändert 28.07.2015)

Herstellung einer Rampe in den westlichen Hauptrutschungskessel als Zufahrt für schwere Gerätetechnik zur Umsetzung der weiteren Sanierungsmaßnahmen im Hauptrutschungskessel. Zufahrtsrampe in den östlichen Hauptrutschungskessel und Verbindungsdamm nicht mehr erforderlich.

Teilmaßnahme 4

Aufbau des Stützkörpers im Rutschungskessel. Dazu werden die Erdmassen im Hinterland des Rutschungskessels gewonnen, in den Rutschungskessel transportiert und hier lagenweise von unten nach oben eingebaut, so dass seeseitig die erforderliche Böschungsneigung entsteht. Die Abbaugrenzen der Erdmassengewinnung werden dabei so angelegt, dass auch in den Abbaubereichen die erforderliche Böschungskontur entsteht.

Anmerkung nach Abschluss der Teilmaßnahme 1 (28.07.2015)
Im Ergebnis der Erkundung aus Teilmaßnahme 1 wird der Stützkörper in einen östlichen (Teilmaßnahme 4a) und einen westlichen Abschnitt (Teilmaßnahme 4b) geteilt. Vorbereitungsarbeiten im Hauptrutschungskessel beginnen bereits 01/2016.

Teilmaßnahme 5*

Im März bis Mai 2016 werden Test zur Anwendbarkeit der Schonenden Sprengverdichtung (SSPV) für die in diesem Teil des Rutschungskessels erkundeten locker gelagerten Sande durchgeführt. Im Ergebnis der Tests wird über die Anwendbarkeit der SSPV entschieden.

*Änderung Text am 15.04.2016