Sanierungsabschnitt II: Rutschungskessel

Der zukünftige Concordiasee soll gemäß Abschlussbetriebsplan einer weitgehend uneingeschränkten öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Im Bereich der Böschungsbewegung von 2009 ist ein standsicheres Böschungssystem herzustellen.

Die Teilmaßnahmen im Rutschungskessel wurden entsprechend der Aktualisierung des Rahmenkonzeptes zur Sanierung neustrukturiert. Die entsprechenden Zeitschienen der Teilmaßnahmen sind im Ablaufplan dargestellt.

Teilmaßnahme 1
Herstellung einer Zufahrt zum Rutschungskessel und Erkundungsmaßnahmen

Herstellung einer Zufahrt zum Rutschungskessel für leichte Baugeräte und Durchführung von Erkundungsmaßnahmen sowie den Abtrag von Boden im Bereich der abgerutschten Häuser.

Die Arbeiten wurden im Juli 2015 abgeschlossen.

Teilmaßnahme 2
Herstellung einer Hauptzufahrtsrampe von der Bahnhofstraße und Schließung kleiner Rutschungskessel

Herstellung einer Hauptzufahrtsrampe von der Bahnhofstraße aus in den nicht abgerutschten Teil der Südböschung. Über diese Rampe können Baugeräte und Erdmassen in den Rutschungskessel transportiert werden. Es erfolgt eine Erdmassengewinnung im Vorland des Rutschungskessels (Kopfentlastung). Mit den gewonnenen Ermassen wird der westliche (kleine) Rutschungskessel aufgefüllt.

Die Arbeiten wurden im Juni 2015 abgeschlossen.

Teilmaßnahme 3
Herstellung der Zufahrt West in den Hauptrutschungskessel

Herstellung einer Rampe in den westlichen Hauptrutschungskessel als Zufahrt für schwere Gerätetechnik zur Umsetzung der weiteren Sanierungsmaßnahmen im Hauptrutschungskessel. Zufahrtsrampe in den östlichen Hauptrutschungskessel und Verbindungsdamm nicht mehr erforderlich.

Die Arbeiten wurden im September 2015 abgeschlossen.

Teilmaßnahme 4
Hauptrutschungskessel West, Herstellung Stützkörper und Profilierung

Aufbau des Stützkörpers im Rutschungskessel. Dazu werden die Erdmassen im Hinterland des Rutschungskessels gewonnen, in den Rutschungskessel transportiert und hier lagenweise von unten nach oben eingebaut, so dass seeseitig die erforderliche Böschungsneigung entsteht. Die Abbaugrenzen der Erdmassengewinnung werden dabei so angelegt, dass auch in den Abbaubereichen die erforderliche Böschungskontur entsteht.

Teilmaßnahme 5
Hauptrutschungskessel Ost, Schonende Sprengverdichtung

Als Voraussetzung für die Erdbaumaßnahmen (Teilmaßnahme 6) sind verflüssigungsempfindliche Sande im Untergrund des Hauptrutschungskessels Ost durch eine Schonende Sprengverdichtung zu vergüten.

Teilmaßnahme 6
Hauptrutschungskessel Ost, Herstellung Stützkörper und Profilierung

Aufbau des Stützkörpers im Rutschungskessel mit Anschluss an den zu diesem Zeitpunkt bereits realisierten Stützkörper West. Dazu werden die Erdmassen im Hinterland des Rutschungskessels gewonnen, in den Rutschungskessel transportiert und hier lagenweise verdichtet von unten nach oben eingebaut, so dass seeseitig die erforderliche Böschungsneigung entsteht. Die Abbaugrenzen der Erdmassengewinnung werden dabei so angelegt, dass auch in den Abbaubereichen die erforderliche Böschungskontur entsteht.

Teilmaßnahme 7
östliche Rutschungsflanke, Profilierung des Böschungssystems durch Massenabtrag

Die Profilierung im Bereich der östlichen Rutschungsflanke besteht ausschließlich aus Abtragsarbeiten. Diese müssen im Plateaubereich der Halde 3 beginnen und werden scheibenweise nach unten fortgesetzt bis das für die Flutung des Sees und die Folgenutzung notwendige Böschungsprofil erreicht ist.

aktualisiert am 14.08.2017